In dieser Folge unseres Podcasts sprechen Moritz und ich darüber was ein Hackathon ist und warum es Spaß macht, an einem mitzumachen.

App Tracking Episode: Transkription der Zusammenfassung
Diese Transcription wurde mit TurboScribe.ai erstellt, dem Lieblings-Transkriptionsservice von Tobias.
Worum ging’s heute? Heute ging’s um das Thema Hackathons.
Was ist ein Hackathon? Was macht es aus, dass ein Hackathon gut ist und warum sollte ich daran teilnehmen? Einfach Spaß haben, neue Dinge lernen, neue Leute kennenlernen, Networking, idealerweise ein Problem lösen.
Das ist, warum es Freude macht. Und dementsprechend empfehlen wir euch, falls ihr je noch nie bei einem Hackathon gewesen seid, haltet die Augen auf, probiert’s mal aus. Es macht wahnsinnig Spaß, finde ich persönlich.
Und damit an Moritz für die letzten Worte.
[Moritz]
Vielleicht habt ihr schon mal an einem Hackathon teilgenommen. Würde uns interessieren, was waren eure Erfahrungen. Was macht einen guten Hackathon aus?
Was macht einen schlechten aus? Vielleicht gibt es neben den Punkten, die wir schon benannt haben, noch weitere. Wir freuen uns auf eure Ergänzungen.
Show Notes
- Unsere Podcast-Seite mit Links zu den Transkriptionen der Episoden zum schnelleren Nachschauen von spannenden Stellen.
- Liste von Hackathons in Deutschland, die auf eventbrite gelistet sind
Transkription des eigentlichen Gesprächs
Diese Transcription wurde mit TurboScribe.ai erstellt, dem Lieblings-Transkriptionsservice von Tobias.
[Moritz]
Hallo Tobias, da sind wir heute wieder zusammengekommen für eine Podcast-Aufnahme. Die letzte liegt wieder einige Wochen zurück. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute wieder am Start sind.
[Tobias]
Genau, und das Thema für heute ist, einfach weil ich so geflasht und begeistert bin vom Wochenende, dass wir über Hackathons reden. Denn ich hatte das Glück und die Freude, nach einer relativ langen Pause endlich mal wieder an einem richtigen Hackathon teilzunehmen. Und das war einfach nur ein Hammer-Wochenende.
Richtig, richtig cool.
[Moritz]
Also ich habe auf jeden Fall schon gemerkt, wie du gerade noch glühst von Energie und dich das richtig aufgeputscht hat, dass du jetzt gut in die neue Woche starten kannst. Aber bevor wir ins Detail gehen, was ist eigentlich ein Hackathon? Was kann man sich darunter vorstellen?
[Tobias]
Also ein Hackathon ist eine Veranstaltung, die von unterschiedlichen Parteien gemacht wird. In diesem Fall war es jetzt von Bayern Innovativ, vom Medical Valley hier in Erlangen, wo ich hier bin und von noch ein paar anderen Parteien. Irgendwie war auch das Gesundheitsministerium aus Bayern involviert.
Ganz genau so richtig im Detail verstanden habe ich es nicht, weil für mich war natürlich erstmal spannend. Es gibt ein Hackathon und der ist spannend und die Themen sind interessant. Man hat oft ein Thema, in dem Fall war jetzt der Fokus Gesundheitswesen und es gab sogenannte Challenges.
Das heißt, es gab Probleme, die die Teilnehmer lösen sollten. Das variiert, das ist mal so, mal so. Ich persönlich finde die aller, aller coolsten Hackathons die, wo du völlig thematisch frei bist, einfach nur ein bisschen geile Technik kriegst und mit der rumspielst und versuchst eine Lösung für irgendein Problem zu finden, das eben noch nicht gelöst ist.
[Moritz]
Und das leitet sich aus dem Wortspiel ab. Hackathon kommt von Hacken, so die Nerds unter sich, wenn die sagen, sie wollen sich irgendwo Systeme optimieren, irgendwo einbrechen unter Umständen und Marathon, also Hackathon kombiniert beides. Es wird über einen längeren Zeitraum intensiv gemeinsam gehackt und die Länge solcher Hackathons kann ja unterschiedlich sein.
An denen, an denen ich teilgenommen habe, war das oft so ein Wochenende, dass man Freitag gestartet hat und dann bis Sonntag durchgezogen hat. Es beginnt in der Regel, dass sich erstmal Teams finden, Leute, die zusammen hacken wollen, was entwickeln wollen. Und wie viel man dann arbeitet, wie viele Pausen man macht, ist jedem Team freigestellt.
Es geht halt im Wesentlichen darum, am Ende der Zeit etwas vorzustellen. Und was stellt man da vor?
[Tobias]
Ich erkläre mal kurz einfach ein Beispiel, wie es bei uns jetzt lief und dann können wir nochmal auf Details eingehen, weil das war ein typisches Vorgehen, wie es dieses Mal war. Das ging los am Donnerstagnachmittag. Da wurde eben erklärt, worum es geht, was sind die Challenges und dann konnte man sich entweder schon zuvor anmelden für eine konkrete Challenge oder am Abend selber.
Wir haben uns dann eben auf eine Challenge festgelegt. Alle Menschen, die Lust an dieser Challenge hatten, sind dann auf einen Haufen geworfen worden und dann haben wir Teams gebildet. War jetzt in meinem Fall auch eine typische Größe, sieben Leute, dann gab es nochmal ein Team.
Und dann am Freitag, da konnte ich leider erst später teilnehmen, fing man dann eben an, richtig zu arbeiten. Donnerstagabend haben wir noch die Idee entwickelt. Ich hatte glücklicherweise eine coole Idee direkt, wie man es machen könnte, wie man das Problem lösen könnte.
Da waren sich alle, auch der Challengegeber, glücklicherweise einig, dass das eine gute Idee ist. Und dann haben wir die eben umgesetzt, haben Freitag eben daran gearbeitet, Samstag teilweise noch und am Samstagmittag war dann in diesem Fall der Pitch. Das heißt, man stellt das, was dabei rausgekommen ist, vor und anhand vorgegebener Kriterien wird dann bewertet, wer das beste Ergebnis hatte.
Dann gab es für die ersten drei Plätze einen Preis. Haben wir leider nicht geschafft. Aber bei uns meinte dann das Bayerische Gesundheitsministerium, dass wir uns bald mal zusammensetzen müssen.
Das ist für mich auch okay. Ja, wäre schön und liegt an der Stelle auch, was ich ganz wichtig finde, ist, dass die Challenge halt so formuliert ist, dass du auch wirklich realistisch was Vernünftiges erreichen kannst. Und das war für mich auch der Knaller an der, die wir gemacht haben.
Das war halt genau so eine.
[Moritz]
Okay, was kann man sich dann darunter vorstellen? Das heißt, es gibt drei Preise. Womit werden dann die Leute ausgezeichnet, die gewinnen?
[Tobias]
Geld, schlicht und einfach.
[Moritz]
Hackathons werden oft dotiert. Und neben der Dotierung, was Preisgeld sein kann, was Projektgeld sein kann, was im Unternehmen auch die Möglichkeit sein kann, bestimmte Projekte überhaupt durchzuführen, dass man gefördert wird vom eigenen Unternehmen. Gibt es auch bei internen Hackathons diese Möglichkeit.
Und über diese Preise hinaus lernt man Leute kennen, die sagen, cool, das ist vielleicht jetzt etwas, was hier keinen Preis gewonnen hat, aber das brauchen wir. Und das ist euch jetzt passiert. Dass das Gesundheitsministerium auf euch zugekommen ist und gesagt hat, Mensch, das ist cool, was ihr macht.
Lasst uns nochmal sprechen. Also es könnte sein, dass der Preis, den ihr indirekt bekommt, eigentlich noch viel cooler sein kann als der dotierte Preis.
[Tobias]
Genau, ja. Und was ich jetzt in dem Fall wirklich super spannend fand, war einfach, dass es ein Thema war, das mich auch begeistert hat. Ich will es ein bisschen framen, weil ein Problem, das ich auf Hackathons oft merke, was halt falsch läuft in der Vorbereitung von den Unternehmen, die eine Lösung wollen, ist, dass man es teilweise ein bisschen zu global galaktisch beschreibt.
Ich erkläre kurz unser Problem, an dem wir gearbeitet haben, aber nicht die Lösung. Nicht, dass jemand anderer zum Gesundheitsministerium rennt, der uns hier hört. Das Problem war bei uns, wurde von Rettungssanitätern gestellt bzw.
von einer Hochschule, die viel mit Rettungssanitätern zusammenarbeitet. Und das Problem war, dass wir lösen sollten, dass wenn Rettungssanitäter einen Patienten beim Krankenhaus abgibt, dass die so gut wie nie eine Rückmeldung kriegen, was denn wirklich jetzt mit dem Patienten war. Was für die Rettungssanitäter unbefriedigend und auch total blöd bezüglich Weiterbildung ist, denn sie wissen nicht, haben sie einen Fehler gemacht oder nicht.
Natürlich gibt es auch da welche, die wollen sich weiterentwickeln, die sagen, boah, ich will die Info haben. Gibt auch welche, hat sich dann rausgestellt, die machen halt ihren Job und gut ist. Wie überall, was ja auch völlig normal ist.
Und das war eben von der Komplexität ein Problem, wo ich mir von Anfang an recht sicher war, dass man da einen vernünftigen Prototypen hinkriegt, den man auch zeigen kann. Also wo man wirklich den Ablauf mit der Lösung zeigen kann. So haben wir es dann auch gemacht mit einer Demo.
Und dann halt wirklich direkt schon in der Implementierung gehen könnte. Und das ist, was manchmal eben nicht passt, dass man halt ein riesengroßes Thema aufmacht als Unternehmen, was in einem Wochenende nicht lösbar ist, sondern wo es dann höchstens irgendwelche Ideen geben kann, die man anreißt. Wo man einen Klickdummy macht, aber wo man nicht wirklich eine echte Prototypenlösung haben kann.
Und das ist mein Aufruf. Ich helfe gerne, wenn irgendein Unternehmen zuhört, dass ein Hackathon ausrichten will. Am meisten Spaß und am meisten Nutzen hat man, wenn zum Schluss ein Prototyp rauskommt.
Denn den kann man eigentlich direkt ausrollen, muss ihn halt noch an den offenen Stellen, wo man was optimieren muss, noch abrunden. Aber grundsätzlich hat man eine wahnsinnige Genugtuung als Teilnehmer und auch einen super Erfolg als Unternehmen, weil man direkt damit weiterarbeiten kann.
[Moritz]
Also was du jetzt auch beschreibst, ist vielleicht auch nochmal ganz interessant grundsätzlich. Wenn ein Hackathon nur wenige Tage geht, steht natürlich am Ende selten ein komplett fertiges, ausgereiftes Produkt. Es ist etwas, was sich über die Tage entwickelt.
Aus einer abstrakten Idee wird etwas konkretisiert, bis man einen Prototypen hat. Und dieser Prototyp kann eine Präsentation sein, das kann etwas Gebastelte sein, das kann etwas sein, was darauf hindeutet, wo die Reise hingehen kann. Und natürlich ist es für uns alle schön, wenn man am Ende des Tages etwas vorzeigen kann.
Und wie du beschrieben hast, stimmt ja die Vorbereitung regelmäßig nicht. Da sagen Leute, ich habe gehört ein Hackathon ist cool, da schmeißt man clevere Leute in einen Raum und am Ende kommt was raus und dann geht es unserem Unternehmen ganz gut, weil wir neue innovative Produkte haben. Und dann ist die Enttäuschung groß von allen Seiten, weil es halt global galaktisch war und am Ende sehr, sehr, sehr abstrakte Sachen rauskommen.
Da kann auch mal wirklich was richtig Cooles sein, aber oft sind es dann Rohrkrepierer, wo es dann nicht weitergeht. Das heißt, die Leute, die teilnehmen, sind enttäuscht, weil sie sagen, es geht nicht weiter und die Unternehmen sagen, ich habe jetzt Mitarbeiter freigestellt, ich habe Gelder bereitgestellt, ich habe mir Zeit genommen, dass ein paar von meiner Topmanager mitmachen, das mit überwachen und begleiten. Wir haben eine Location gemietet und bewerten und am Ende kommt nichts bei rum.
Also gerade vor sechs Jahren hat es so begonnen, dass es eine Phase war, wo sehr viele größere Unternehmen total scharf auf Hackathons waren und jeder meinte, wir müssen das mal machen. Und in meinem Gefühl, ich weiß nicht, wie du das wahrnimmst, ist das ein bisschen abgeebbt, weil es gerade so passiert ist, dass viel global galaktische Probleme versucht wurden, in wenigen Tagen zu lösen und da war das Frustlevel hoch. Aber es ist halt schön zu sehen, dass wenn man es richtig aufsetzt, wie auch bei anderen Projekten, am Ende wirklich was Tolles bei rumkommen kann, wie bei dir.
Und in der Gesundheitsbranche, das ist etwas, was jeden von uns betrifft, wenn uns etwas passiert, wenn wir ins Krankenhaus geliefert werden, wollen wir ja eigentlich schon wissen, dass sie keine Fehler machen, bestmöglich, aber Menschen machen Fehler und wenn Fehler passieren, dass sie beim nächsten Mal nicht mehr passieren. Und so wie du das schilderst und so wird es ja wahrscheinlich in ganz Deutschland sein, passiert das in der Regel nicht. Das heißt, die gleichen Fehler werden immer wieder gemacht und das ist natürlich schon echt dramatisch und schön, dass du jetzt eventuell eine Lösung gefunden hast, wo wir zukünftig auch in dem Bereich lernen können.
[Tobias]
Wir, wir als Gruppe. Das ist halt auch das Schöne, dass sich die Kompetenzen eben total ergänzen. Also wir hatten halt zwei Leute, die super programmieren können, die haben das Ding dann halt einfach umgesetzt.
Das haben wir dann mit den Rettungssanitätern, die vor Ort waren, zur Unterstützung nochmal gespiegelt. Macht das so Sinn? Was müssen wir ändern?
Und ja, ich bin gespannt, wenn ich keine Podcasts mehr machen kann, dann liegt es an der Zeitverzögerung zwischen Hawaii, wenn ich dahin umgesiedelt bin und Deutschland, aber es war allein schon befriedigend, weil es ein Problem löst und weil was Vernünftiges rausgekommen ist. Ich muss vielleicht zu den Challenges noch was anderes sagen. Es gibt auch die andere Variante, das andere Extrem, dass die Challenge ganz, ganz, ganz genau spezifiziert ist.
Das habe ich hier bei einem Hackathon, der regelmäßig in Nürnberg stattfindet, schon ein paar mal gesehen und dann wiederum ist es langweilig. Warum soll denn ich als kreativer Mensch mich hinsetzen und das Problem einer Firma lösen, dass die so genau verstanden hat, dass es auch an irgendeinen IT-Dienstleister rausgeben könnte? Klar, irgendwie Wochenende ist finanzieren mit Getränken und so weiter und Location ist günstiger als ein Entwicklerteam, zwei Wochen oder sowas, aber da motiviert es mich dann halt auch nicht so.
Und das fand ich eben bei dieser Challenge super spannend. Das war eine Hochschule, die hat das Geld vermutlich in der Regel nicht, da jemand eine Lösung entwickeln und umsetzen zu lassen und das finde ich umso motivierender.
[Moritz]
Das finde ich auch nochmal einen sehr guten Punkt, den du gerade bringst. Wir haben ja auf der einen Seite gesagt, global-galaktische Themengebung ist nicht gut, aber ein ganz, ganz konkretes Problem ist auch nicht gut. Das heißt, hier auch wieder der Sweetspot liegt irgendwo in der Mitte und wie eigentlich in fast allen Bereichen.
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern es ist irgendwo die Grauzone, in der dann auch die Magie passiert, die gut sein kann. Und das, was du beschrieben hast, ist natürlich auch etwas, wo dieses Mittel gerne mal missbraucht wird. Wo gesagt wird, ITler sind teuer und jetzt mache ich einen Pseudo-Hackerson, der eigentlich keiner ist, sondern wo ich einfach ein Projekt relativ günstig für überschaubare Preisgelder an smarte Menschen auslage.
Und die smarten Menschen fühlen sich dann halt auch schnell verarscht und sagen, das mache ich einmal, aber dann auch nicht mehr. Und deswegen fand ich diese Seite, die du gerade nochmal gestellt hast, auch wirklich sehr wichtig, nochmal als Ergänzung uns vorzuführen, was auch passieren kann. Also wie ehrlich sind auch die Leute, die so einen Hackerson umsetzen?
Sind das Leute, denen ich vertrauen kann, mit denen ich zusammenarbeiten will? Und wenn es gut gemacht wird, wie der Hackerson, den du gerade beschrieben hast, dann hast du auch wieder Lust, zukünftig da mitzumachen. Aber in einer anderen Geschichte sagst du einmal und nie wieder.
Genau.
[Tobias]
Und da gab es auch ein anderes Beispiel, was ich noch erzählen kann, was wirklich eine schöne Lösung war. Ein anderes Themengebiet, das bearbeitet wurde, war, Frauen zu helfen, besser mit den Wechseljahren umzugehen. Und ein Team hatte da einfach auch eine tolle Lösung gemacht, relativ konkret vorgegeben, aber sie haben dann halt Technologien echt pfiffig verknüpft.
Also die haben dann halt einen App-Prototypen gemacht. Da hat die Betroffene dann reingesprochen, wie es ihr gerade geht, also in Form von einer Art Tagebuch. Und dann hat eine künstliche Intelligenz, basierend darauf und basierend auf den Kalendereinträgen, empfohlen, was sie machen kann, damit es ihr besser geht.
Die hatten eine Verknüpfung mit Apple Health Kit, dass sie also quasi auch die Schlafzeiten und so gekriegt haben. Und das war dann eine individuelle Unterstützung. Das fand ich von der Idee der Lösung super spannend.
Und die haben dann, glaube ich, auch den ersten Preis gekriegt, weil das einfach auch, also ich habe es gesehen und gedacht, wow, ja, okay, ist ein Gewinner, Hammerding, supergeil präsentiert, also spannend, ja, richtig gut.
[Moritz]
Und am Ende ist es auch etwas, was man lernen kann. Es gibt Leute, die regelmäßig in Hackerstands teilnehmen und die auch diesen Modus verstehen, die wirklich wissen, okay, ich bin jetzt voll da in dieser Zeit. Ich bin in der Lage, mich gut mit anderen Leuten, die ich noch nicht kenne, zu vernetzen, zu verbinden.
Und ich weiß am Ende auch, wie ich meine Idee gut präsentiere. Weil es gibt viele Nerds, die sind super clever, die haben gute Produkte im Kopf, aber die können es halt nicht verkaufen. Und das ist halt auch nochmal ein wichtiger Punkt.
Du hast gesagt, ihr habt ein Team zusammengearbeitet, irgendwie zusammengefunden, aber wer sind denn die Leute, die in einem Hackerstand zusammenkommen? Ich glaube, jemand, der sich damit nicht auskennt, der hat jetzt gehört, okay, Marathon, Hacken, sind das nur Nerds? Oder wer trifft sich denn da?
[Tobias]
Also in dem Fall jetzt war es ein bisschen eine Mischung. Also es waren definitiv Leute, die sehr stark am Gesundheitswesen interessiert waren. Wir hatten auch Teilzeitrettungskräfte mit dem Team, die sich eben gezielt angemeldet hatten, weil sie an dem Thema arbeiten wollen.
Und es gibt aber auch Leute, die einfach sagen, ja, okay, die brauchen definitiv einen Designer bei so einem Hackathon, dann melde ich mich als Designer an. Oder einer war eigentlich Experte für Hardware, der hat dann Software gemacht stattdessen bei uns. Und es ist eine relativ wilde Mischung.
Ich bin mit meinen 46 Jahren eher so Alterspräsident gewesen. Benni, mein Geschäftspartner, der auch mitgemacht hat, war knapp dahinter. Aber sonst war es mehr so Ende 20, Anfang 30.
Also entweder sind noch im Studium oder halt frisch im Job, sind die meisten so von der Altersstruktur.
[Moritz]
Okay, aber thematisch vom Hintergrund war es auch gemischt. Und das ist auch das, was ich glaube, macht auch gute Hackathons aus. Jetzt einfach nur einen Haufen ITler in den Raum zu werfen bringt nicht so viel, als wenn man auch hier Diversität hat.
Diversität, thematisch Diversität, aber auch Altersdiversität, Hintergründe. Ich glaube, da steckt richtig viel Magie drin. Und ein Hackathon, den ich vor ein paar Jahren mal mitgemacht habe, da war es tatsächlich so, dass man im Vorfeld auch Text bekommen hat, wo man genau erkannt hat, je nach Farbe, das ist ein BWLer.
Das ist ein Kreativer.
[Tobias]
Bei der Case-Beschreibung quasi.
[Moritz]
Genau, das ist einer, der ist im Backend. Das ist einer, der ist im Frontend. Also da konnte man auf den ersten Blick erkennen, dass man sagt, ich habe eine Idee, ich will ein Team zusammenstellen und ich brauche aber eigentlich aus jedem Themenbereich jemand.
Und konnte dann gezielt Leute ansprechen. Und das fand ich eigentlich auch eine sehr gute Idee.
[Tobias]
Gab es hier auch, ich habe dann ausgewählt, dass ich Entrepreneur bin, weil das auch am ehesten meine Rolle in dem Hackathon darstellt. Also schon ein Business Case allgemein. Und wie setze ich es um?
Programmieren kann ich ja nicht wie richtige Programmierer.
[Moritz]
Okay, aber das ist auch wieder, was ist richtig? Also ich glaube, gerade der Tobias ist so ein bisschen eine eierlegende Wollmischsau. Hat Physik studiert, hat Hintergrund.
[Tobias]
Generalist hört sich besser an.
[Moritz]
Hat Erfahrung in solchen Startups, die er mit selbst geführt hat, gegründet hat. Kann auch programmieren, auch wenn er sagt, es gibt natürlich Leute, die es besser können, klar. Aber er ist schon für ein Normalo wie mich schon jemand, der es sehr, sehr gut kann.
Also da ist Tobias natürlich jemand, der wahrscheinlich in verschiedenen Teams auch eine Bereicherung ist, weil er alleine schon eine ganze Reihe von Perspektiven mitbringt. Und was ich aber auch cool finde, dass man in dem Hackathon gesagt hat, es geht um das Gesundheitswesen. Bei eurem Szenario ging es darum, um Rettungssanitäter denen zu helfen, dass man auch die Leute, die es betrifft, mit dabei hat.
Weil ansonsten redet man über etwas, was man nicht kennt. Und das ist etwas, was wahrscheinlich auch so ein Erfolgskriterium ist und auch ein Grund war, warum es so gut funktioniert hat.
[Tobias]
Ich würde sagen, wir gehen in den Lightsaber, oder?
[Moritz]
Ich hätte noch einen Punkt, eine Ergänzung. Wie ihr jetzt schon mitbekommen habt, ist das Thema Hackathon etwas, was uns schon beschäftigt und was wir ganz cool finden. Und deswegen haben wir vor ein paar Jahren auch mal ein Konzept entwickelt, was darauf aufbaut.
Weil wir gesagt haben, Mensch, Leute in einen Raum zu sperren und über einen längeren Zeitraum intensiver an Themen zu arbeiten, ist gut. Das kann man auch auf eigene Herausforderungen und Probleme übertragen. Deswegen haben wir vor ein paar Jahren angefangen, immer mal wieder einen sogenannten Personal-Hackathon zu machen, wo wir sagen, wir bieten einen Raum, wo Leute einen Tag lang sich zusammenschließen und an ihren Problemen arbeiten.
Und sie dabei entscheiden können, ob sie jetzt in Stillarbeit gehen oder sich miteinander austauschen. Wo es regelmäßig Lunchbreaks gibt, Gruppenräume. Und das ist etwas, was auch sehr gut funktioniert.
[Tobias]
Genau. Und Moritz, ich bin ja die ganze Zeit immer heiß, mal wieder einen zu machen. Aber der Moritz möchte es immer.
Ich bin ja mehr so der, der einfach macht und dann wird es schon irgendwie flutschen. Der Moritz ist eher jemand, der lieber sauber vorbereitet. Und deswegen haben wir ihn irgendwie jetzt schon länger nicht mehr auf die Straße gekriegt, den Personal-Hackathon.
Aber ich hätte mal wieder sehr Bock. Die Idee dabei ist einfach, man nimmt ein Thema, das man für sich selber hat, das man mal machen muss und man hat keine Lust drauf. Steuererklärung, sehr beliebter Kandidat.
Und man sagt quasi, okay, ich block mir diesen Tag und da arbeite ich dran. Und dann kann ich mich aber immer wieder mit anderen abstimmen und quasi wie im Büro, wenn man halt einen Tag hat, der nur irgendwie rumgehen muss, kann ich mich mit anderen austauschen, mein Problem erklären. Die haben schlaue Ideen und es macht einfach mehr Spaß, an einem langen Thema zu arbeiten, wenn man sich immer wieder auch mit Menschen dazu austauschen kann.
Und ich habe ein paar Themen.
[Moritz]
Tobias, jetzt hast du es geschafft, dass, glaube ich, kein Zuhörer mehr Bock hat. Du hast das Wort Steuererklärung genommen. Das ist, glaube ich, der gefühlte Killer.
Also es muss keine Steuererklärung sein. Es können auch Dinge sein, die nicht jedes Jahr wiederkehren, sondern wenn ihr sagt, ich wollte mich einmal wirklich mal intensiv mit dem Thema Podcast beschäftigen. Ich will mich mal intensiv mit dem Thema Website-Bau beschäftigen.
Künstliche Intelligenz. Dass man einfach sagt, ich habe eine Hürde, die ich bisher nicht überschritten habe, aber an einem Tag nehme ich mir die Zeit und steige in dieses Thema ein.
Wohl wissend, dass ich am Ende des Tages jetzt nicht den perfekten Podcast aufgesetzt habe oder der KI-Experte bin, aber dass ich schon ein gutes Schritt auf den Weg gegangen bin und auch weiß, wie ich zukünftig weiterarbeiten werde und vielleicht auch Leute kennengelernt habe, mit denen ich daran arbeiten kann.
[Tobias]
So, jetzt ist es passiert. Jetzt haben wir die Idee. Der nächste Personal Hackathon ist zum Thema „Wie nutze ich KI“.
Da findet jeder ein Thema. Wir haben mehr als genug Wissen, was man ausprobieren kann und so weiter.
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