Aufschreiben bzw. Sammeln ist eines der Elemente von Getting Things Done, die mein Leben seit 2008 am stärksten beeinflusst haben. Ich bin recht vergesslich, weswegen diese Eigenschaft mir vermutlich besonders leicht fällt: es geht Nichts mehr verloren!
Wozu denn?
Ich finde, es gibt irritierend viele Menschen, die nicht aufschreiben, was ihnen einfällt oder gesagt wird. Für mich ist das immer verstörend, aber es scheint viele Menschen gar nicht zu stören. Wenn ich mir etwas nicht aufschreibe, ist es meist Zufall, ob ich es vergesse oder nicht. Und, das stört mich noch mehr, ich kann mir nicht sicher sein, dass mir der Gedanke noch einmal einfällt, egal wie genial oder trivial er war. Deswegen erfasse ich immer alles, was mir einfällt oder in Form eines Impulses von jemand anderem zufliegt. Das ist auch, was mein Lieblingszität von David Allen, dem Autor von Getting Things Done ausdrückt:
„Your mind is for having ideas, not for holding them!“
„Dein Gehirn ist dafür da, Ideen zu haben, nicht, um sie zu halten!“
David Allen, Autor von Getting Things Done
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass unser Gehirn Gedanken und Aufgaben, die wir erledigen wollen, nur loslassen kann, wenn sie aufgeschrieben haben. Und zwar so, dass wir uns darauf verlassen können, dass wir die Notiz wiederfinden, wenn wir sie brauchen!
Wie kann man jederzeit alles aufschreiben?
Je nach Typ gibt es viele Varianten, wie man das Aufschreiben abbilden kann. Manche mögen Papier lieber, manche mögen es lieber digital. Es ist völlig egal, wie man aufschreibt, nur, dass man aufschreibt:
- Ich sammle gerne digital, aktuell in einem Whatsapp-Chat mit mir selbst.
- Früher habe ich mit einer App gesammelt, die mir den Gedanken als E-Mail in den Posteingang gelegt hat.
- David Allen sammelt mit einem kleinen Notizbuch, das er immer dabei hat.
Und dann?
Bei Getting Things Done ist der folgende Schritt das Verarbeiten. Dabei entscheiden wir, was der Gedanke oder Impuls für uns bedeutet. Wenn wir allerdings Nichts aufschreiben, können wir das erst gar nicht tun. Oft zeigt sich bei mir in diesem Schritt auch, dass etwas mir gar nicht wichtig ist. Aber: ich habe die Entscheidung, es nicht weiter zu verfolgen, selbst und bewusst getroffen. Wenn wir das unserem Gehirn überlassen, ist das leider kein bewusstes Vorgehen. Besonders mächtig beim Verarbeiten ist mein anderes Lieblingselement von Getting Things Done: die Nächste Aktion!

Schreibe einen Kommentar