Update am 26.07.25:
- Vibe Coding ergänzt, inkl. Beispielvideo.
- Bild- und Videoerstellung ergänzt.
- KI Tools für wissenschaftliche Recherchen ergänzt.
Künstliche Intelligenz interessiert mich sehr. Mein intensiverer Kontakt begann Ende 2022, da ich seit 2016 in meiner Stadt Erlangen die Google Developer Group organisiere, in der wir uns regelmäßig mit neuen technischen Entwicklungen auseinandersetzen. Durch diese Gruppe hatte ich das Glück, schon vor dem offiziellen Release von ChatGPT dieses im sogenannten OpenAI Playground zu testen. Seither teste ich alle Tools, die mir über den Weg hüpfen und bin leidenschaftlicher Hörer des New York Times Podcasts Hard Fork, der sich wöchentlich mit den neuesten Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz beschäftigt. Denn wenn man sich gerne optimiert, gibt es mit künstlicher Intelligenz einige ganz interessante Möglichkeiten. Meine in ChatGPT selbst-erstellten GPTs habe ich an anderer Stelle beschrieben.

Die meisten Tools nutze ich im Wesentlichen in der kostenlosen Version, da ich sie entweder nicht ständig nutze oder die Einschränkungen der kostenlosen Varianten für meine Usecases in der Regel problemlos ausreichen
Chatbots
Die Reihenfolge der folgenden Liste ist nicht relevant, meistens bekomme ich aber die besten Ergebnisse mit ChatGPT:
- ChatGPT von OpenAI: Gelegentlich hole ich mir für einen Monat eine Premium-Lizenz, wenn ich meine GPTs mehr nutzen will oder mehr Bilder erzeugen will. In der Regel reicht die kostenlose Version völlig aus.
- Gemini von Google: s. ChatGPT. Mit den relativ neuen „Gems“ kann man ähnliche Dinge tun, wie mit GPTs.
- Copilot von Microsoft: hier wurde die bezahlte Fassung bereits wieder eingestellt. Die kostenlose Fassung gefällt mir gut, um Internetrecherchen zu machen, das konnte dieser Bot vor ChatGPT, basiert aber auf dem gleichen Modell. Bei der Bilderzeugung gibt es hier leider die Einschränkung, dass nur quadratische Bilder erzeugt werden können.
- Claude von Anthropic: hier ist es anstrengend, sich anzumelden, da er offiziell noch nicht außerhalb der USA bzw. UK verfügbar ist. Ansonsten ein guter Bot, der besonders beim Programmieren gut sein soll.
Besonders erwähnenswert ist die Chromium-Browser-Erweiterung Chathub* – mit dieser kann man eine Anfrage direkt an mehrere Chatbots gleichzeitig schicken, um dann die Antworten zu vergleichen und ggf. mit dem Chatbot mit der besten Antwort weiterchatten.

Tools mit künstlicher Intelligenz für konkrete Zwecke
Für die folgenden Usecases mit künstlicher Intelligenz habe ich Favoriten, teils durch Ausprobieren, teils durch Empfehlungen:
- Erstellung von Bildern: ChatGPT oder Midjourney (inzwischen endlich auch mit Webinterface statt nur über Discord-Chat).
- Erstellung von Videos: Google Gemini, das dort auch Ton bzw. Sprache ausgegeben wird.
- Transkription von Audiodateien: hier schwöre ich auf Turboscribe. Schnell gut, und 3 Dateien pro Tag im kostenlosen Tarif reichen mir völlig.
- Analyse von pdf-Dokumenten: hier arbeite ich sehr gerne mit Chatdoc*, da hier auch direkt in der pdf-Ansicht gezeigt wird, wo im Dokument die entsprechende Information zu finden ist.
- Entwerfen von Präsentationen: hier habe ich sehr gute Erfahrungen mit Gamma* gemacht – die Ergebnisse sind VIEL besser als bei Microsoft Copilot (Stand Mitte 2024). Dies ist eine als Beispiel mit Gamma erstellte Präsentation zum Thema Künstliche Intelligenz.
- Vibe Coding: Vibe Coding heißt, dass man sich Software von einer KI schreiben lässt. Ich favorisiere dabei Google Gemini in Kombination mit Visual Studio Code (kostenlose Programmierumgebung), git/github (kostenlose Versionskontrolle/Hosting dafür) und Flutter (plattformunabhängiges Programmier-Framework). Mehr dazu hier in diesem Artikel bzw. hier ein Beispiel in einem Video (auf dem Desktop schauen!)
- Wissenschaftliche Recherchen: Hier favorisiere ich consensus. An Universitäten soll elicit sehr beliebt sein, da haben mir aber die Ergebnisse nicht so gut gefallen.
Beispiel: Recherche zu künstlichen Süßstoff „Acesulfam K“, das in quasi jedem Softdrink in Deutschland enthalten ist. Ergebnis: consensus vs. elicit.
(Noch) keine Angst for künstlicher Intelligenz!
Aus meiner Sicht sind die öffentlichen Tools der künstlichen Intelligenz aktuell noch weit von tatsächlicher Intelligenz entfernt. Was sie sehr gut können, ist zu Dingen, über die viel im Netz geschrieben wurde, sinnvolle Antworten zu geben oder allgemein, Texte zu verbessern. Mehr im Vortrag:
* Affiliate-Links, in diesem Fall primär für ein größere Anzahl an kostenlosen Nutzungen.
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