Key Results als Teil des Frameworks Objectives & Key Results sind ein wesentlicher Grund, warum OKR sehr beliebt ist. Ein Key Result (engl. für „Schlüsselergebnis“) ist im Gegensatz zum Objective (engl. „Ziel“) messbar und zeigt an, ob man auf dem Weg zum Erreichen des Objectives vorankommt.
Wie funktioniert das?
Zu jedem Objective (Ziel) werden bei OKR jeweils 3-5 Key Results festgelegt, die beim kurzen OKR Weekly besprochen werden. Das OKR Weekly ist ein wöchentliches Standup, in dem die Entwicklung der Ergebnisse seit dem letzten Weekly besprochen wird. Gleichzeitig dient es der Abstimmung im Team. So können die Gruppenmitglieder sich gegenseitig mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen, Kompetenzen und Netzwerken helfen. Insbesondere, wenn es bei einem Key Result keinen Fortschritt gibt, kann dieser Austausch dabei helfen, Blockaden zu lösen. Der Fortschritt von Key Results wird in Prozent gemessen, sodass man den Fortschritt mehrerer Ergebnisse übersichtlich in einer Grafik darstellen kann.
Die Eigenschaften eines Key Results
Ein Key Result sollte die folgenden Eigenschaften erfüllen:
- Unterstützt das Ziel: Ein Key Result sollte immer die Messung des Fortschritts in Richtung des Objectives ermöglichen, sodass man daran erkennt, ob man dem Objective näherkommt.
- Vom Team akzeptiert: Das Team sollte komplett hinter dem Key Result stehen. Insbesondere in Firmen sollte es nicht einseitig durch das Management vorgegeben werden.
- Definition des Zielzustands: Ein Key Result sollte so formuliert werden, dass es den einen zukünftigen Zustand beschreibt, der erreicht werden soll.
- Regelmäßig messbar: Ein Key Result sollte immer messbar bzw. bestimmbar sein. Die Erhebung sollte wenig Aufwand erfordern. So sieht man den kontinuierlichen Fortschritt, was motivierend wirkt.
- Nicht binär (0 oder 1):Ein Key Result sollte immer ein Wert sein, der auf einem Kontinuum liegt, also nicht nur „erreicht/nicht erreicht“ lautet. In diesem Fall, bei rein binären Zielen, sieht man nämlich keinen Fortschritt auf dem Weg zum Ergebnis.
- Voneinander unabhängig: Wenn Key Results voneinander abhängig sind, führt der Misserfolg bei einem Key Result schnell dazu, dass auch ein oder mehrere andere keinen Fortschritt zeigen. Aus diesem Grund sollten sie nach Möglichkeit unabhängig voneinander sein.
- Outcome-orientiert: Die messbare Verbesserung eines Key Results sollte dafür sorgen, dass eine spürbare Änderung beim (externen) Kunden eintritt. Erst an zweiter Stelle sollte sie die Welt der internen Kunden verbessern.
- Realistisch, aber ambitioniert: Die Key Results sollten so angelegt werden, dass sie realistisch erreicht und in Sonderfällen auch übererfüllt werden können. Das ist die europäische Sichtweise; in den USA arbeitet man meistens mit Moonshots, bei denen bereits 70% Zielerfüllung ein gutes Ergebnis sind, die 100% aber bereits ein außergewöhnliches Ergebnis darstellen würden.
Disclaimer: Dieser Artikel orientiert sich an dem Buch Objectives & Key Results (OKR): Das Standardwerk zur agilen Strategiearbeit von Patrick Lobacher und Christian Jacob. Der Link zum Buch ist ein Affiliate-Link.

Schreibe einen Kommentar