Ohne Ziele kommen wir meistens nicht dort an, wo wir hinwollen. Dieser Artikel schafft einen Überblick über dieses Thema und verlinkt auf andere Artikel, die einzelne Methoden vertiefen. Wichtig ist es aber erst einmal, sich klar zu werden, was die eigenen Ziele sind. Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, beschreibt aber die Modelle, die ich mir bisher näher angeschaut habe.
Ziele sind essentiell wichtig, um glücklich zu sein – spannenderweise geht es dabei aber nicht um das Erreichen der Ziele, sondern darum, dass es glücklich macht, Ziele zu haben.
Ziele in GTD: Die Fokushorizonte
Ich persönlich mag zur Nachverfolgung meiner Ziele die höheren Fokushorizonte von Getting Things Done sehr. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie relativ natürlich und einfach aus einem persönlichen GTD System zu erstellen ist.
Die Fokushorizonte gehen auf eine amerikanische Sichtweise zurück, die sich beim Fliegen von der Startbahn bis auf 50.000 Fuß Höhe bezieht. Aufgrund der internationalen Verbreitung der Methode wurde dies auf Flugebenen angepasst. Kalendereinträge und Nächste Schritte sind die Startbahn, Horizont 1 sind die Projekte, von da geht es nach oben. Bei den Fokushorizonten geht es wie überall bei GTD um das gesamte Lebensumfeld, also nicht nur den Beruf.
Hier geht man schlicht von unten weiter nach oben. Man nimmt die Projekte im GTD-System und prüft, zu welchen Fokusbereichen, Rollen und Zielen sie passen. Dann vervollständigt man die Liste der Rollen, Fokusbereiche und Ziele und schaut von dort zu den Projekten, ob etwas fehlt. So geht man über alle Ebenen vor, bis alle Zeithorizonte und der Lebenssinn- und zweck vollständig ist. Mehr Details stehen im zugehörigen Artikel.
Ziele insbesondere in der Firma: OKR
OKR, kurz für Objectives & Key Results, ist eine inzwischen sehr populäre Methode, um in Firmen Ziele zu messen. OKR ist vor allem flexibler und hat einen kürzeren Zeitraum als die althergebrachten Jahresziele.
OKR ist insbesondere stark darin, Teams zu helfen, auf konkrete Ziele hinzuarbeiten. Die Ziele, von denen es maximal drei geben sollte, nennt man „Objectives“ – sie sollten qualitativ sein und die Mitarbeiter inspirieren. Key Results sind damit verknüpfte, korrelierende Größen, die einfach zu messen sind. Anhand der Key Results wird wöchentlich der Fortschritt hin zu den Objectives gemessen. Jedes Objective sollte nicht mehr als fünf Key Results haben.
Durch einen cleveren Meeting-Turnus und Bottom-Up Planung können Firmenziele so stärker im Alltag verankert und nachgehalten werden. Mehr dazu im Artikel. OKR ist eine gute Ergänzung zu GTD, um Ziele im Team zu verfolgen.
Das Lebensrad: wo sind offene Flanken?
Eher in die Richtung der allgemeinen Zufriedenheit mit dem eigenen Leben geht das sogenannte Lebensrad. Hier bewerten wir auf mehreren Achsen, die auch nach persönlichen Prioritäten angepasst werden können. Auf diese Weise können Themen im Leben identifiziert werden, die man aus dem Fokus verloren hat. Wenn sie erst einmal entdeckt sind, kann man diese dann mit einem der oberen Frameworks bearbeiten. Mehr dazu im Artikel!
Ikigai: Japanisch und übergreifend
Bei Ikigai wird es etwas allumfassender, hier geht es darum, die eigenen Talente mit dem zu kombinieren, womit man Geld verdienen kann, mit dem was man liebt und mit dem, was die Welt braucht. Ich sehe das Ikigai eher als Übung für Menschen, die gerade in einer Umorientierungsphase sind. Man kann damit eher Ziele finden, als sie verfolgen. Ich finde allerdings, Ikigai bringt wenig Wert, wenn man sich bereits bei seiner Laufbahn auf das, was man gerne macht und das, womit man Geld verdienen kann, konzentriert hat. Zur Sicherheit, ob man dabei keine Fehler gemacht oder eine Möglichkeit übersehen hat, macht es aber auf jeden Fall Sinn. Auch die Herleitung aus der japanischen Kultur scheint mir etwas holprig, wie ich im zugehörigen Artikel beschrieben habe.





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