Dieser Tage bin ich in einem meiner Seminare gefragt worden, ob ich eine gute Möglichkeit am Smartphone kenne, Text zu diktieren anstatt ihn zu schreiben. Ja, kenne ich! Im Folgenden erkläre ich, wie ich das mache und was ich empfehle. Die aktuellen Smartphones unterstützen standardmäßig die Spracherkennung und die Transkription, d.h., das gesprochene Wort wird dann direkt als Text an der passenden Stelle eingefügt.
Eingebaut: der Mikro-Knopf der Tastatur
Das Schöne an der im Folgenden beschriebenen Variante ist, dass sie überall funktioniert, wo Texte eingegeben werden können: Wir verwenden die Diktierfunktion, die direkt über die digitale Tastatur des Smartphones gestartet werden kann. Wenn man es nicht weiß, fällt es vielleicht gar nicht auf: Sowohl auf iPhones als auch auf Android-Geräten ist es inzwischen Standard, dass man direkt auf der Tastatur eine Taste hat, die die Eingabe von Tippen auf Diktieren umstellt. Der Vorteil davon ist, dass es in jeder App immer funktioniert.
Diktieren auf dem iPhone
Bei iOS ist es recht aufwändig, die Tastatur auf einen anderen Anbieter zu ändern, daher beschränke ich mich hier auf die Standard-iPhone-Tastatur. Unten rechts befindet sich ein Knopf, der aussieht wie ein Mikrofon – damit aktiviert man die Diktierfunktion, bei der man auch die Sprache einstellen kann.
Diktieren auf Android: Gboard als Beispiel!
Bei Android-Smartphones gibt es deutlich mehr Varianten, da viele Hersteller auch eigene Tastaturen einbinden. Ich beschränke mich daher auf Gboard, die Tastatur von Google, mit der ich selbst auch arbeite. Diese Tastatur kann ich auch uneingeschränkt empfehlen.
Die Gboard-Tastatur hat noch diverse andere Vorteile: es gibt in Gboard – wie im Screenshot zu sehen – eine einhändige Variante, bei der der Daumen nicht so weit nach rechts bzw. links muss, wenn man ihn nutzen muss. Eine weitere tolle Funktion ist es, dass man durch Wischen statt durch Tippen eingeben kann, aber das ist einen eigenen Artikel wert. Ebenso gibt es eine eingebaute GIF-Suche, so dass man z.B. zum Geburtstag mit einer scratchenden Katze gratulieren kann, wie ich das eine ganze Weile lang gemacht habe:



Oliver Gassner says
Ich bin auch ein großer Diktierer und habe viel zu lange gewartet bis ich mal geschaut habe, ob mein Windows nicht auch mit Sprache so umgehen kann, wie mein Handy. Es macht ja eigentlich gar keinen Sinn, dass so ein kleines Gerät das kann – aber mein großer Desktop nicht. Und in der Tat ist es so: Mit Windowstaste-H Habe ich gerade ein kleines App-chen gestartet, Mit dem ich jetzt gerade dies hier diktiere.
Leider ist das Ding bei weitem nicht so gut wie das Teil auf Android. Es hat zum Beispiel Schwierigkeiten mit Interpunktion und so weiter. Aber vielleicht wird das ja noch besser.
Ich habe auch schon einen längeren Text diktiert und dann einfach von ChatGPT redigieren lassen mit der Vorgabe, möglichst wenig an Text zu ändern und nur Interpunktion und Sätze glattzuziehen.
Wenn man danach den Text sowieso im Internet veröffentlichen will, ist es ja komplett schnuppe.