Update am 20.11.25: Abschnitt über meine Probleme mit der Suche ergänzt.
Ich habe eM Client vor ca. einem Jahr als Alternative zu Outlook auf Windows kennengelernt. Irgendetwas hatte mich daran gestört, so dass ich wieder zu Outlook für Windows (classic) zurückgewechselt bin. Nach wie vor ist auf Windows Outlook Classic meine klare Empfehlung für einen guten Workflow für Getting Things Done im Konzernumfeld – da bekommt man nämlich z.B. eM Client sowieso nicht als Fremdsoftware genehmigt. Für alle anderen ist eM Client aber eine Alternative, da die Software ein paar Sachen deutlich besser macht als Outlook für Windows.

Was eM Client besser kann!
Neben Unterhaltungen und einer Tabellenansicht, die em Client beide beherrscht, gibt es noch andere Dinge, die mir bei einem Mailprogramm wichtig sind:
- Die Software sollte E-Mails gut in persönliche E-Mails, Werbung, Updates (z.B. Versandfortschritt o.ä.) und Social Media bzw. Onlineforen vorsortieren können. Der Goldstandard ist hier für mich Google Mail, das aber andere Nachteile hat.
- Die Software sollte einen sogenannte „Unified Inbox“, einen zentralen Posteingang haben, in dem alle anderen Posteingänge von verschiedenen E-Mail-Konten zusammengeführt werden. Outlook kann das leider bis jetzt (Herbst ’25) noch nicht auf Windows.
- Der Kalender sollte gut benutzbar sein, sowohl auf dem Desktop als auch mobil.
eM Client sortiert richtig, richtig gut vor!

Und hier kommt eM Client ins Spiel und glänzt: ich kenne keine andere E-Mail-Software, die ohne Training durch den Nutzer so treffsicher in der Vorsortierung von E-Mails jeglicher Art ist. Ich arbeite schon länger nicht mehr mit GMail, aber das ist auf einem ähnlichen Niveau, wie ich es von dort in Erinnerung habe.
Bei Outlook gibt es zwar den Reiter „Sonstige“, der ist aber meiner Erfahrung nach erst nach einigen Trainingsschleifen mit dem Nutzer vernünftig nutzbar. Zudem ist es, finde ich im Vergleich zu eM Client und GMail, zu wenig detailliert: Sonstige enthält immer noch Dinge völlig unterschiedlicher Relevanz:
- Werbung kann ich gelegentlich mal aufräumen, da brennt in der Regel so gut wie nie was an. Im schlimmsten Fall hat man einen guten Deal verpasst.
- Updates kann man öfter mal prüfen, insb., wenn man z.B. auf eine Lieferung aus einem Onlineshop wartet, bzw. um sicherzustellen, dass bei Paypal und Co kein Quatsch passiert.
- Social Media Benachrichtigungen habe ich allgemein abgestellt, aber es macht sicher Sinn, diese separat zu haben, um diese separat prüfen zu können.
- Foren nutze ich für alle Formen von inhaltlich spannenden Newslettern oder Mailinglisten, die ich nur gelegentlich anschauen will. Das ist quasi ein „zu lesen“ Ordner für Langeweile.
Ich schätze die neu gewonnene Granularität seit dem Wechsel auf em Client sehr!
em Client: ein Posteingang, um geknechtet zu werden!
Alle von uns kennen das von der mobilen Varianten der E-Mail-Programme, u.a. auch von Outlook Mobile: die Posteingänge mehrerer Accounts werden direkt zusammen angezeigt, also alle neuen E-Mails auf einmal. Leider kann das Outlook Classic auf Windows bis heute nicht (Herbst 2025).

Der emClient Kalender ist besser als der von Outlook Classic!
Sogar beim Kalender kann emClient mithalten, bzw. macht sogar noch Dinge besser. Die Kalenderleiste, die man auch in Outlook neben dem Posteingang einblenden kann, ist im Gegensatz zu Outlook hier voll nutzbar. In Outlook Classic ist das primär eine Anzeige für den aktuellen Tag, die auch die Verteilung über den Tag hinweig nicht optisch anzeigt, sondern nur auflistet. emClient macht das besser.
In emClient kann man hier:
- direkt zum passenden Tag navigieren, der in einer E-Mail genannt wird
- mit der Maus an der passenden Stelle einen Termin eintragen
- bestehende Termin öffnen
- bestehende Termine mit der Entfernen-Taste löschen
Funktioniert auch mit Microsoft ToDo!
Eine Möglichkeit, mit Getting Things Done mit Microsoft ToDo zu implementieren, ist es, Mails, die man bearbeiten will oder muss, mit einer Flagge zu markieren und dann in Microsoft ToDo zu verarbeiten. Das funktioniert auch mit den Flaggen in eM Client – diese werden ganz normal so behandelt, als hätte man sie in Outlook gesetzt. Wichtig: die Markierung wirkt sich dann natürlich im der E-Mail zugehörigen Account aus, also bitte nicht wundern, wenn die markierten E-Mails einen Accounts nicht im ToDo-Account des anderen erscheinen. Das wäre in Outlook auch so – nur hat das ja erst gar keine gemeinsame Inbox!
Und KI gibt’s auch
Da ich zur offenen und direkten Kommunikation neige, finde ich es zusätzlich super, dass es ein bezahlbares KI-Plugin gibt, mit dem man sich E-Mails bzgl. des Tons oder der Sprache anpassen lassen kann. Das ist auch unkompliziert in der Formattierungsleiste der E-Mail integriert:
Aber die Suche?!? 🤨
Bei der Suche ist mein Ergebnis nach einigen Wochen leider nicht so gut. Ich weiß nicht sicher, ob das an meinem persönlichen Setup oder an em Client an sich liegt. Ich habe auf jeden Fall bei mir Probleme, E-Mails über die Suche zu finden. Da musste ich dann doch Outlook schon ein paar Mal starten, und nicht bei E-Mails, die mehrere Jahre alt sind.
Bisher überwiegen die Vorteile der anderen oben genannten Funktionen allerdings so stark, dass ich lieber gelegentlich zum Suchen Outlook öffne anstatt mich mit der schlechten Sortierfunktion oder der Nicht-Unified-Inbox von Outlook herumzuärgern.


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