In dieser Folge unseres Podcasts sprechen Moritz und ich darüber, was KI-Browser sowie NotebookLM sind und was man damit machen kann!
Transkription der Zusammenfassung
Diese Transcription wurde mit TurboScribe.ai erstellt, dem Lieblings-Transkriptionsservice von Tobias.
[Moritz]
Das ist doch ein schönes Schlusswort. Ja, worum ging es heute? Wir haben uns heute unterhalten über das Thema KI-Browser, was relativ neu ist, haben Use Cases vorgestellt, mit denen Tobias schon gearbeitet hat, haben aber auch festgestellt, dass es für uns noch nicht den ganz großen Nutzwert hat.
[Tobias]
Genau, und dann haben wir noch angeschaut und drüber geredet, was Notebook LM von Google so kann, kostenloser Dienst, mit dem man Inhalte wie ein ganz normales Notizbuch reinkippen kann, aber dann daraus Lernhilfen erzeugen kann. Seit langem gibt es da schon Podcasts, dass eben zwei KI-Moderatoren drüber sprechen, über das Thema, das da reingekippt wurde. Inzwischen kann man auch Lernvideos damit erstellen, auch auf Deutsch und das klappt wirklich richtig, richtig gut.
Show Notes
- Unsere Podcast-Seite mit Links zu den Transkriptionen der Episoden zum schnelleren Nachschauen von spannenden Stellen.
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Transkription des eigentlichen Gesprächs
Diese Transcription wurde mit TurboScribe.ai erstellt, dem Lieblings-Transkriptionsservice von Tobias.
[Tobias]
Hi Moritz.
[Moritz]
Hallo Tobias, wie geht’s, wie steht’s?
[Tobias]
Ja, mir lag sehr am Herzen, ich habe gesagt, wir brauchen noch eine Folge zum Thema KI-Browser.
Ich sage noch kurz warum und dann bin ich gespannt, was du an KI-Browsern schon rumprobiert hast.
[Moritz]
Der einzige KI-Browser, den ich schon mal installiert habe und ein bisschen genutzt habe, ist von Perplexity, den du auch kennst. Aber tatsächlich hat sich bei mir die Nutzung eines KI-Browsers noch nicht so richtig in den Alltag überführt. Aber vielleicht hast du da schon irgendwelche guten Berührungspunkte, wo du sagst, es könnte Sinn machen.
[Tobias]
Genau. Ja, habe ich auf jeden Fall. Ganz wichtig aber von vornherein mal für alle, die es ausprobieren wollen.
Ein KI-Browser kann theoretisch ganz viel Quatsch machen, sobald ihr ihn auf irgendwelche Kanäle lasst, auf irgendwelche Webseiten, wo ihr Accounts habt. Deswegen ganz wichtiger Punkt, Vorsicht walten lassen. Ich habe bisher am meisten Erfolge damit gehabt, es funktioniert wirklich relativ gut, mir Termine in meinen Kalender eintragen zu lassen.
Das heißt, der Browser, das habe ich mit Atlas glaube ich noch nicht ausprobiert, aber mit Perplexity. Es gibt ja noch Menschen, die verschicken die Agenda für einen Termin und wann quasi was innerhalb des größeren Termins ist, verschicken die noch als nicht ICS-Datei, die man sich einfach in den Kalender klicken kann, sondern die schicken das als PDF. Und dann habe ich gedacht, boah, habe ich einen Bock, das zu übertragen.
Das war ein Termin, der mir sehr wichtig war. Da wollte ich im Kalender auf dem Handy sehen, okay, was ist wann, ohne dass ich nochmal in einen PDF rein muss. Und dann habe ich eben Perplexity genommen, habe mich bei Outlook im Web angemeldet und habe gesagt, hier Perplexity, habe den ganzen Text einfach auskopiert und habe gesagt, hier, du trägst mir jetzt bitte die einzelnen Sessions in meinen Kalender ein.
Das hat ganz schön gedauert, also schnell sind die aktuell nicht, aus Recht nicht, wenn du zuguckst. Also die Idee ist ja, der Perplexity- oder JGPT-Browser macht im Hintergrund was, was du sonst mühsam von Hand tun musst. Dafür hat es funktioniert, aber der macht es schon langsam.
[Moritz]
Okay, also es geht so ein bisschen auch in Richtung Agentenfunktion, wo wir im letzten Mal darüber gesprochen hatten.
[Tobias]
Ja, also ich glaube, JGPT nennt es natürlich auch wieder Agentenfunktion. Für mich ist ein Agent eine Funktion, wo was wirklich eigenständig Entscheidungen treffen kann und eigenständig handelt. Auch bei diesen KI-Browsern, denen musst du noch wirklich jeden Quatsch sagen.
Also jetzt zum Beispiel nicht, dass er mehrere Termine anlegen muss und wo er klicken muss, das kriegt er ganz gut hin. Das muss man sagen, das klappt echt gut. Aber zum Beispiel hatte ich, ein anderer Use-Case war, da habe ich eine Tabelle auslesen lassen, wo man klicken musste über mehrere Ansichten hinweg.
Hat er hingekriegt, aber er hat es dann nicht hingekriegt, mir die Daten zurückzugeben. Er hat dann gesagt, ja, hier sind fünf Daten. Da habe ich gesagt, naja, es sind halt vier mehr.
Ich hätte gern alle. Ja, aber ich kann nur fünf ausgeben. Da habe ich gesagt, naja, gibst du es einfach über fünf Antworten aus?
Und dann kam zurück, aha, du bist ein Genie. Ja, das machen wir. Hier sind die ersten fünf.
Sag mir, wenn du bereit bist für die nächsten fünf. Und so habe ich es dann rausgekriegt bei Perplexity. Den gleichen Use-Case habe ich mit Atlas getestet.
Der hat es geschafft. Also der kann dir Daten komplett rausgeben. Die Hürde hat der schon mal nicht.
[Moritz]
Okay, also ich muss, glaube ich, den Nerd hier wieder ein bisschen einbremsen, weil er hatte schon zum ersten Beispiel, das du gegeben hast, schon Nachfragen gehabt. Jetzt hast du schon das Nächste nachgeschoben.
[Tobias]
Ja, das ist ja der Sinn des Podcasts. Schau rein, hau rein.
[Moritz]
Deswegen frage ich erst mal mit deinem zweiten Beispiel nach. Du meintest dann bei einer Excel-Tabelle, dass sozusagen über mehrere Tabellenblätter innerhalb der Excel-Tabelle, oder?
[Tobias]
Nee, nee, das war quasi im Web halt. Ich mache ja ganz gerne Pecha Kucha-Nächte. Und da hat mich eben interessiert, wie viele Events sind da denn eigentlich gelaufen dieses und letztes Jahr.
Und habe dann halt gesagt, hier extra die Daten mal raus. Es gibt nicht irgendwie eine saubere Übersicht. Die ist da zwar drin, aber man muss halt hin und her klicken, um die Termine zu sehen.
Da ist halt zum Beispiel immer alles in September auf einer Ansicht, alles im August in der anderen Ansicht. Und da hin und her klicken und auslesen und eintragen und so, das war mir einfach viel zu blöd, selber zu machen. Dafür hat man ja eine KI.
Und ganz spannend war, das haben, glaube ich, beide gemacht. Beide haben dann gesagt, ja, guck mal, ich habe jetzt hier ein paar ausgelesen. Dann kannst du ja da so weitermachen einfach.
Da habe ich geantwortet, nee, ich doch nicht. Also dafür habe ich ja dich. Also wofür habe ich denn eine KI, wenn ich den langweiligen Scheiß dann selber machen muss?
[Moritz]
Also das ist auf jeden Fall auch interessant. Da will ich gleich auch noch mal eine Anekdote bringen. Aber jetzt gehe ich noch mal zu meinem ersten Beispiel.
Du hast ja gesagt, du organisierst dich wie viele andere Menschen auch mit deinem Terminkalender. Überwiegend ja auch im Outlook. Und auch das, viele Dinge, die für uns komplett normal sind, sind nicht für jeden normal.
Da gibt es wirklich unterschiedliche Stilblüten, wie Leute sich terminieren, wie sie Informationen teilen. Und allein die Tatsache, dass jemand in einen Outlook-Termin noch Dokumente reinpackt oder Informationen, die für diesen Termin wichtig sind. Allein das ist schon nicht normal.
Also ich merke, wenn ich mit Menschen darüber rede und diesen Hinweis gebe, dass es für viele wirklich ein Augenöffner ist. Dass man einfach wirklich an einem Ort für den Termin zur richtigen Zeit auch die richtigen Informationen hat. Und da habe ich dich jetzt so verstanden, das war eine Veranstaltung, die über den Tag über mehrere Stunden ging, mit mehreren Sessions.
Und in diesem Outlook-Termin war ein PDF angehangen, wo diese Sessions noch mal detailliert…
[Tobias]
In einer E-Mail hing dieses PDF an. Das sind die Sessions. Okay, gut.
[Moritz]
Also hier schon mal ein Schritt. Man bekommt einen Termin, der Termin steht im Kalender und dann bekommt man noch mal eine E-Mail mit dem PDF, mit den Sessions, wo man das eigentlich in einem Schritt hätte machen können, sagen können, ich stelle verschiedene Termine. Und in diesem Termin sind die Informationen drin.
Und da gibt es auch nochmal den Unterschied, dass man sagt, ich hänge ein Dokument an, was man dann händisch immer öffnen muss. Oder ich schreibe einfach ins Textfeld von diesem Outlook-Termin einfach die Sachen, die relevant sind, dass ich nur den Termin öffnen muss und sofort alles sehe, ohne andere Sachen anzuklicken. Genau.
Und das war jetzt das, was du sozusagen als wünschenswert erachtest? Oder hast du den KI-Browser dazu genutzt, dass aus dem einen Termin mehrere Termine gemacht hat, wo jede Session schon da im Kalender stand?
[Tobias]
Genau, letzteres. Okay. Genau, letzteres.
Gut. Weil ich habe einfach die Übersicht am liebsten direkt im Kalender, eben Session für Session. Und da habe ich gedacht, ja, normal würde ich das jetzt übertragen.
Aber meine Güte, wofür hat man so einen Comet? Dann sollte er doch mal machen.
[Moritz]
Also, aber noch mal zum Thema Outlook. Man sieht einfach mal, wie facettenreich das ist. Und am Ende habe ich meine Richtung interpretiert, wie es nun auch war.
Finde ich auch eine coole Idee. Aber da war noch eine ganze Menge Vorstufen, die es hätten auch sein können. Und ja, also letztendlich mache ich es tatsächlich auch oft so, wenn ich einen Ganztagstermin habe mit verschiedenen Sessions, dass ich mir dann die einzelnen Sessions, die für mich relevant sind, noch mal ins Einzeltermine reinschreibe.
Und das hast du so gesehen damit umgangen, dass die Einzeltermine mit drin standen, je nachdem, was es für ein Event ist. Oft sind da viele Sessions, die Sessions sind parallel. Dann kann der Outlook-Kalender auf einmal auch sehr unübersichtlich werden, wenn man auf einmal in einem Tag irgendwie 30 Sessions stehen hat.
Das muss man dann auch noch mal händisch nachbereiten und die rausschmeißen, wenn man nicht braucht. Also auch das, muss man mal schauen, wofür brauche ich es gerade? Wie umfangreich ist der Termin?
Aber für einen Termin, der jetzt nicht zu viele Sessions hat, kann das auf jeden Fall Sinn machen. Und man sieht auf einen Blick, wann muss ich auf jeden Fall dabei sein oder will ich dabei sein und wann kann ich eventuell was anderes machen. Also das finde ich schon mal nicht schlecht zu deinem Punkt mit dem KI-Browser Komet von Perplexity, auch der frei ist.
Ich glaube auch zu Beginn, also ich habe auch die bezahlte Version, ich glaube, weil ich Telekom-Kunde bin, habe ich dann ja frei gekriegt. Und die bezahlten Kunden haben das, glaube ich, zuerst eingespielt bekommen als Angebot. Mittlerweile kriege ich regelmäßig auf verschiedenen Social-Media-Kanälen Werbung von Perplexity, wo sie damit werben, dass sie etwas ziemlich Cooles, wie diesen Browser, schon kostenlos anbieten, während es andere Anbieter noch nicht machen.
Deswegen, glaube ich, wird das wie so oft sein. Die bezahlten Kunden kriegen es zuerst freigeschaltet und jetzt werden andere angefüttert.
[Tobias]
Man kann es auch testen, die Last besser handhaben.
[Moritz]
Genau, also das scheint wirklich etwas zu sein, was man auch mit einer freien, kostenlosen Lizenz machen kann. Und wer Perplexity nicht kennt, ist wirklich auch eine ganz coole KI, gerade wenn es in Richtung Recherchieren geht und man da auch gute Quellenverweise haben will. Also von den KIs, die ich nutze, Gemini, Chachipiti, dann hier noch unseren Claude, da ist tatsächlich der Perplexity der, der die besten und auch sichersten Ergebnisse gibt und zum Teil auch mich nochmal korrigiert.
Wenn ich etwas mit einer anderen KMI gemacht habe, dann nochmal Perplexity drüber schaue, dann weist mich Perplexity auf die Feder hin. Das ist wirklich ganz schön, weil wir wissen und ihr wahrscheinlich auch wisst, dass eine der Schwachstellen von KI ist, dass sie doch regelmäßig und gerne halluziniert. Und das kann halt sehr ärgerlich sein, gerade wenn man Quellen angibt, die es nicht gibt oder halt falsch verwendet werden.
[Tobias]
Genau, da hatte ich kürzlich, ich war in Berlin auf dem Entrepreneurship Summit. Das ist eine ganz coole Veranstaltung vom Professor Faltin. Es ging ursprünglich aus dem sehr empfehlenswerten Buch Kopfschläg Kapital.
Und da gab es dieses Jahr auch sehr viele Sessions zu KI. Und einer hat dann erzählt, auch ein Professor, Mike Richter, glaube ich, hieß er, hat echt einen coolen Vortrag gehalten. Der hat dann erzählt, sie haben, ich glaube im Rahmen von einer Masterstudie oder sowas, eine Masterarbeit, haben die 40 Quellen rausgelassen, wurde von einer KI, ich glaube, JetGPT angegeben.
Und es waren noch Quellen in Zeitschriften. Die waren nicht mal digitalisiert. Die mussten noch hier in die Bib und in der Bibliothek gucken und haben dann gemerkt, dass von den 40 Quellen 40 halluziniert waren.
Das ist schon recht krass. Und dafür ganz kurz noch die Erklärung, was heißt Halluzination. Generell jedes KI-Modell, die kriegen ganz, ganz viel Text eingeflößt.
Und basierend auf dem Text machen die statistische Vorhersagen, was wohl als nächstes Wort beziehungsweise eigentlich Silbe mehr oder weniger, was da richtig ist. Und aktuell versteht kein Mensch auf dieser Welt, warum das so gute Ergebnisse liefert. Aber es funktioniert.
Aber es ist eben statistisch. Und so ein Chatbot, der weiß, wie eine wissenschaftliche Quelle aussieht, der hat das ganz, ganz oft im Internet gesehen und dementsprechend kann er das auch wunderbar sich überlegen, wie die Worte zusammenpassen. Die Zeitschriften passen sowieso.
Aber dann überlegt er sich irgendwelche Menschennamen und irgendwelche Titel für die Studie. Und zum Schluss gibt es sie gar nicht.
[Moritz]
Das ist wirklich ein Risiko, was auch sehr teuer werden kann für Unternehmen. Es ist vor kurzem durch die Medien gegangen, dass es wirklich auf einer sehr hohen Ebene schon passiert ist. Da hat eine der größten Beratungsgesellschaften weltweit für ein Land, wurde es beauftragt, eine Studie zu bearbeiten, die für das Land am Ende wichtig war, welche Entscheidungen die Politiker treffen.
Und da hat man herausgefunden, dass am Ende in dem Bericht, den sie eingereicht haben, für den es auch viele Millionen gab, Fehler drin waren, die halt durch die Nutzung von KI-Quellen gekommen sind. Also von KI, die Quellen angegeben hat, wo halluziniert wurde. Also am Ende musste dieses Unternehmen, dessen Namen ich jetzt nicht nenne, einen ziemlich hohen Chancen erzahlt haben.
Warum nicht? Es ist auf jeden Fall eine der Top-Beratungsgesellschaften.
[Tobias]
Ich nenne eine, nicht die, aber ich nenne eine andere. Also wer mal richtig ein Gefühl kriegen will, was Beratung, insbesondere für ethische Leitlinien, offensichtlich umsetzt, der darf sich mal anschauen, die Folge von Last Week Tonight. Mit John Oliver auf YouTube, verlinken wir auch, zu McKinsey.
Und was die so alles getrieben haben in den letzten Jahren, ist spannend. Unter anderem haben die mitberaten, wie man dafür sorgen kann, dass sich dieses Medikament, das in Amerika so ein Problem ist, Oxy… Du meinst hier Paracetamol, was es in Amerika anders heißt?
Nee, nee, nee. Ist schon länger her. Ich komme gerade nicht auf den Begriff.
Auf jeden Fall diese Drogenkrise, die es in Amerika mit Schmerzmitteln gibt. Nicht Paracetamol, bitte. Das ist eine ganz andere Story.
Nicht verwechseln. Paracetamol ist völlig in Ordnung, soweit wir wissen. Wir können aber keinen medizinischen Rat geben.
Das ist auch klar. Es ging um was anderes. Es ging eben um Schmerzmittel, das stark abhängig machen kann.
Und solche Schmerzmittel, da hat McKinsey mitberaten, wie man das besonders gut unter die Leute bringt. Mehr in dieser sehr, sehr schönen Folge von Last Week Tonight mit John Oliver. Wahnsinnig gut.
Immer sehr sauber, schön recherchiert. Tolle Serie, kriegt regelmäßig Preise. Jedes Jahr im Endeffekt.
Also richtig, richtig gut.
[Moritz]
Hört sich gut an. Kannst du mir gerne nochmal einen Link schicken. Höre ich oder sehe ich mir gerne an.
[Tobias]
In den Show Notes.
[Moritz]
Und um das Thema KI-Browser vielleicht nochmal zum Ende zu bringen. Jetzt für ein Normalo. Also sagen wir mal, wir haben ein Normalo, der nutzt auch schon KIs wie ChatGPT über den Standardweg, indem er sich da anmeldet.
Welchen Vorteil hat man für den alltäglichen Nutzen, KI-Browser zu nutzen, im Gegensatz zu mich nochmal bei ChatGPT anzumelden?
[Tobias]
Also meine Nerd-Meinung, das bringt nicht mal mir richtig was. es gibt Use Cases wie jetzt irgendwelche Fleißaufgaben im Web. Am besten in keinem KI-Browser mit irgendeinem Account richtig anmelden, außer ihr wisst, was ihr tut.
Wobei man natürlich sieht, was passiert. Also theoretisch könnte natürlich im Hintergrund noch was passieren. Glaube ich aber nicht, dass sich irgendeine der KI-Gesellschaften das leisten kann.
Weil irgendjemand kriegt das raus, wenn das passiert. Dennoch insbesondere als Normalo lieber nur so öffentliche Seiten oder Dienste, bei denen es völlig egal ist, ob euer Passwort kompromittiert wird, nutzen. Und selbst da, also es ist, ihr habt es ja gehört, also ich hab erstmal Zugang gekriegt und dann hab ich gedacht, so cool, ich hab Zugang.
Und dann war da der zweite Gedanke, ja und was mach ich jetzt denn mit? Weil es bringt relativ wenig Mehrwert, wie finde ich auch der Agenten-Modus in ChatGPT, der ja auch nur einen Browser öffnet. Das geht jetzt eben auch noch lokal.
Hat da auch, das fand ich schön bezüglich Sicherheit bei ChatGPT, dass man bei Atlas, dass man auswählen kann, gibt man den Zugriff auf Accounts oder nicht? Das ist definitiv nennenswert. Dafür war es sehr irritierend bei Atlas, dass das keine sicheren Verbindungen einfordert per Standardeinstellung.
Das ist eigentlich inzwischen jedem Browser, die basieren alle per Plexity Comet und Atlas auf Google Chromium, also ein Open-Source-Projekt, das Google fördert und finanziert. Chromium ist eben ohne Google und Comet beziehungsweise Atlas sind dann eben auf dieser Open-Source-Variante aufgesetzt und sehr irritierend bei ChatGPT, die haben deaktiviert, dass jede Verbindung sicher sein muss via SSL. Das ist einfach ein Verschlüsselungsdienst, damit Passwörter nicht so leicht ausgelesen werden können.
[Moritz]
Okay, vielleicht nochmal einen kleinen normalen Hinweis. Darüber hatten wir in einer frühen Episode schon mal gesprochen. Der Zugangspunkt zum Internet ist ein Browser.
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Browser. Von Microsoft ist es zum Beispiel Edge, von Google ist es standardmäßig Chrome, von Apple ist es Safari und es gibt von Google ein Projekt, das Chromium-Projekt, wo sie halt jedem, der möchte, sozusagen einen Basis-Variationen eines Browsers zur Verfügung stellen, die jeder anpassen kann, wie er will. Deswegen gibt es eine ganze Reihe Browser, die auf dieser Chromium-Basis gebaut sind.
Also das nochmal als kleiner Hinweis am Rande.
[Tobias]
Genau. Zum Beispiel auch Microsoft Edge. Die haben erst einen eigenen gehabt, dann sind sie umgestiegen auf Chromium-Basis und da verlinke ich auch nochmal einen Artikel.
Ich habe die Tage nochmal zusammengeschrieben, warum ich Brave empfehle. Haben wir, glaube ich, damals auch diskutiert und der ist nach wie vor führend unter den Datenschutz schützenden Browsern ist Brave nach wie vor vorne. Und der ist auch auf Basis von Chromium.
[Moritz]
Also wenn es in Richtung Datenschutz geht, ist er weit vorne und er ist auch sehr performant, also recht schnell. Das war eine Empfehlung, die mir Tobias vor einiger Zeit mal gegeben hat, die ich mittlerweile auch in meinem Freundeskreis meiner Familie weitergegeben habe und haben wir bisher eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht, das funktioniert. Heute ging es ja im Wesentlichen erstmal um den KI-Browser.
Wir haben festgestellt, gibt es mittlerweile, ist noch in Frühphasen von verschiedenen KI-Projekten. Wir haben bisher noch nicht den Super-Use-Case gefunden, wo wir jetzt sagen, müssen wir tagtäglich nutzen, aber wer weiß, was da vielleicht noch kommt. Ein anderer Punkt, den ich ganz gerne heute nochmal anbringen wollte zum Thema KI, der ziemlich cool ist, es gibt von Google etwas, das nennt sich Notebook-LM und da haben die jetzt auch ein neues Feature mit rausgebracht.
Schon vor einigen Monaten gab es die Möglichkeit, dass man PDF-Dokumente oder andere Quellen anhängt und die machen daraus einen Podcast, wo sie dann über das Buch, über das PDF, über eine Website sprechen. Das war schon ziemlich cool. Zwei KI-Stimmen, die sich darüber unterhalten, also gerade wenn man selber was geschrieben hat, ist es nett, wenn man am Ende dann einen Podcast hat, wo Leute über den eigenen Artikel sprechen und das haben sie jetzt vor kurzem noch erweitert und das hat mir nämlich Tobias geschickt.
Mittlerweile kann man nicht nur Podcasts damit erstellen, man kann auch kleine Erklärvideos machen und das ist richtig cool, gerade wenn es irgendwelche Fachartikel, Fachbücher gibt, die dann wirklich wunderbar zusammengefasst werden, in auch glaube ich Umfang sechs bis zehn Minuten. Das hat mir sehr gut gefallen. Also vielen Dank dafür, Tobias.
[Tobias]
Gerne, gerne. Also es ist der Hammer wirklich. Das ging natürlich los auf Englisch.
Auch die Audio Diskussionen gab es auch auf Englisch, dann kamen sie irgendwann sehr verzögert auf Deutsch. Deswegen hat mich jetzt dieses Mal überrascht, dass es wirklich überhaupt kein Problem ist, die Videos auch auf Deutsch zu erstellen, die Erklärvideos und die Qualität ist auch extrem gut von der Sprache. Man merkt, ab und an schwankt die Lautstärke ein bisschen, je nachdem welche wann, wo, wie das Segment generiert wurde.
Es ist immer die gleiche Stelle, aber manchmal ist die Stimme ein bisschen lauter, ein bisschen leiser und was mir auch aufgefallen ist, es sind halt wieder die klassischen Probleme. Text klappt relativ gut. Also Text, der aus der Quelle verwendet wird, wird nahezu problemfrei wiedergegeben.
Aber wenn was dazu generiert wird, zum Beispiel die Nummerierung der Abschnitte, geht es standardmäßig schief. Da bin ich noch am überlegen, ob ich da was drüber mache oder die Frage ist, mag es überhaupt jemand, der es auf YouTube nebenbei schaut. Wahrscheinlich mag das nicht mal.
Aber grundsätzlich wahnsinnig gut. Ich habe da viele Blogartikel von mir durchgejagt und das Video wird, würde ich sagen, mit zu 70 Prozent ist es so gut, dass man es direkt teilen kann.
[Moritz]
Den ersten, den du mir geschickt hattest, war ja auch nichts von dir. Das war ja glaube ich verschiedene Informationen zum Thema, was macht eigentlich einen guten Tag aus.
[Tobias]
Ja, genau. Das Thema war eigentlich was ganz anderes, aber das hat er draus gemacht und das passt schon auch vom Inhalt.
[Moritz]
Genau, was war die Quelle, die du damals da verwendet hast? War das ein mehrerer Artikel oder war das ein Artikel?
[Tobias]
Das war ein ganzes Rudel von Artikeln, die ich mal noch lesen will, die mir eine Bekannte gegeben hat und eigentlich geht es darum, ob es Ego-Depletion gibt, also ob die Selbstdisziplin limitiert ist. Und das sind Artikel, die eigentlich das Thema beleuchten. Deswegen war ich erst ein bisschen irritiert, was dieser gute Tag soll.
Ist aber auch in den Artikeln mit drin. War jetzt aber nicht das Ergebnis, das ich erwartet habe. Bei dem, wo ich selber bewusst Inhalte, die ich kannte, reingekippt habe, da kam immer auch das raus, was ich erwartet habe, grundsätzlich.
[Moritz]
Okay, also kannst du mir ganz gerne nochmal die Primärquellen auch zu schicken, weil ich fand das Video cool, habe ich für mich abgelegt, würde die Primärquellen dann nochmal mit hinterlegen, dass wenn ich dann in meinem Second Brain irgendwo nochmal nachschaue, weißt du, auf welcher Basis das passiert ist, gefällt mir gut und man kann auch viele andere Sachen Notebook machen. Also theoretisch, man lernt für ein Thema, hat ein Fachartikel reingeworfen, dann kann man automatisch Fragen generieren lassen, Multiple Choice, die man dann beantworten muss. Man kann Lernkarten generieren lassen.
Also da steckt wirklich eine ganze Menge drin. Relativ einfach. Also anmelden mit seinem Google-Konto und dann kann man direkt loslegen.
Also das wäre etwas, was in meinen Augen wirklich dem zweiten Gehirn, dem Second Brain irgendwie noch mit am nächsten kommt von den KI-Angeboten, die man aktuell nutzen kann.
[Tobias]
Ja, das ist ein absoluter Knaller. Hat Google selber überrascht. Das war mehr so ein Beta-Projekt, so wie Google früher war.
Sie haben halt einfach mal Leute was machen lassen und dann kam halt ein knaller Produkt dabei raus und das ist wirklich der Hammer. Ich möchte eine kleine Einschränkung geben. Also ich würde lieber solche Videos oder Inhalte nur erzeugen, wenn ich so grob eine Ahnung habe, was in den Quellen drin ist, damit ich merke, wenn halluziniert wird.
Denn das kam auch schon vor bei mir. Also ich habe mir mal meinen Lebenslauf in Podcasts umwandeln lassen und da waren Sachen drin, die es nicht gibt. Also die einfach nicht in meinem Lebenslauf vorkommen, die sie halt dazu halluziniert haben.
Es ist relativ selten, dass ich sowas bemerke, aber lieber immer noch mit Vorsicht genießen.
[Moritz]
Sicher ist sicher. Das ist nochmal ein ganz, ganz guter Hinweis. Überhaupt für die Nutzung mit KI.
Es wird da viel darüber gesprochen, was macht KI mit uns? Mit der Art und Weise, wie wir arbeiten, wie wir lernen und, und, und. Und KI ist im schlechtesten Fall ein extremer Shortcut.
Dass man meint, ich muss mich mit dem Thema gar nicht mehr in der Tiefe beschäftigen. Ich muss einen Aufsatz schreiben für die Schule oder die Uni und das macht KI für mich. Das ist schlecht, weil am Ende lerne ich ja auch durch die Schwierigkeiten, dass ich Sachen erstmal nicht verstehe, dass ich Dinge durchdringen muss und das nimmt mir KI ab in dem Fall.
Und das ist nicht gut, weil ich lerne nichts und am Ende erkenne ich die Fehler nicht. Deswegen ist sozusagen mein größtes Takeaway, was ich in der Arbeit mit KI mitnehme, je mehr man sich mit einem Thema auskennt, je weiter man in seinem Expertenstatus ist, desto mehr hilft mir KI. Weil ich dann sehr gut und schnell erkennen kann, ist das etwas, was passt oder wo ich dann relativ schnell erkenne, oh, irgendwie fühlt sich das komisch an, da muss ich nochmal nachhaken.
Wenn das dann an dem Punkt ist, ist KI wirklich wie ein Lernbuddy. Also ein anderer Experte, mit dem man zusammen was machen kann. Also was ich gerne mit dir mache, Tobias, und was wirklich sehr wertvoll ist, habe ich jetzt zusätzlich durch KI.
Also das sollte man im Hinterkopf halten. Also geht nicht den leichten Weg, sondern nehmt KI als Helfer, aber schaltet euren Kopf nicht ab und hinterfragt weiterhin kritisch.
[Tobias]
Genau, auch wenn es verlockend ist. Also ich habe mich am Anfang auch erwischt, dass ich nicht mehr darüber nachgedacht habe bei einem Thema, sondern gedacht habe, ach, gucken wir mal, was Chachipiti draus macht. Und als ich es bemerkt habe, dann bewusst, dann habe ich es auch wieder abgedreht und unser Gehirn ist schon in vielen Sachen besser.
[Moritz]
Und ich glaube, das muss man auch sich mal wieder bewusst im Hinterkopf bringen, weil das Problem mit uns Menschen ist, wir gehen halt gerne den leichten Weg. Ob es um Essen geht, ob es um Sport machen geht, also in fast allen Bereichen. Und der leichte Weg ist leider regelmäßig nicht der beste Weg.
Und da sich kurz mal einzubremsen und zu sagen, hm, ist das jetzt wirklich das, was ich will oder vielleicht doch nicht, dann ist das schon mal hilfreich. Und auch von anderen KI-Experten höre ich zum Teil, dass es Leute gibt, die sagen, in meinem beruflichen Arbeitsalltag nutze ich nur KI, weil ich das zum Teil halt auch beim Kunden halt irgendwie verkaufe, vermittel. Privat nutze ich überhaupt nicht KI, um einfach sicherzustellen, dass ich dann immer noch selber denke und irgendwie mein Gehirn sich nicht auf eine Art und Weise vernetzt, wie ich es eigentlich nicht haben möchte.
[Tobias]
Da hat dieser Professor Mike Richter auch einen sehr schönen Hinweis gemacht, und dann müssen wir aber mal in die Leib selber. Der hat gesagt, er macht das immer so, er nutzt KI, um Zeit zu sparen und die Zeit, die er spart, verwendet er dann bewusst auf sinnvolle Dinge, wie was selber lesen, meditieren, frische Luft, wie auch immer, aber quasi so versucht er dagegen zu kompensieren, dass sein Gehirn auch was von dieser Aussparnis hat. Und das fand ich auch einen sehr, sehr schönen Hinweis.
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