Eine Freundin von mir hatte mich vor einer Weile auf Marie Kondo aufmerksam gemacht – daher habe ich mir im Urlaub dann Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert von Marie Kondo als Hörbuch für die längeren Autofahren gegönnt. Immer wieder taucht das Thema Aufräumen bzw. Haushalt auch in Getting Things done Seminaren auf, so dass ich meine Erkenntnisse teilen will: beide Methoden- Getting Things Done (GTD) und Magic Cleaning (MC) – haben einiges gemeinsam!

Marie Kondōs Ansatz gefällt mir richtig gut!
Ich bin seit vielen Jahren sehr an der japanischen Kultur interessiert und hatte auch das Glück geschäftlich wie auch privat in Japan zu reisen. Daher fand ich die japanische Sicht auf Aufräumen sehr spannend, insb. auch der vermutlich aus dem Shintoismus stammende Gedanke, dass jedes Objekt eine Seele hat. Als wissenschaftlich orientierter Mensch hat mich dieser Aspekt zwar nicht so angesprochen, aber alles in allem gefällt mir der gesamte Ansatz von Marie Kondo sehr gut. Meine Socken werden allerdings weiterhin „geknüllt“ – ich denke nicht, dass sie dadurch emotionalen Schaden nehmen.
Ich bin selbst (leider?) ein Sammler und Jäger, so dass sich über die Jahre immer mehr Dinge angesammelt haben. Oft hilft es bei so etwas eben, wenn man jemanden hat, der einen „einpeitscht“, wie das bei Marie Kondo die zertifizierten Aufräumcoaches machen. Bei Getting Things Done kann man dafür einen GTD Coach anheuern, um z.B. die aufgelaufenen E-Mails oder das in anstrengenden Zeiten eingeschlafene GTD-System wieder auf Vordermann zu bringen. Oder, um einfach jemanden zu haben, der einem hilft, die Methode – egal ob GTD oder Marie Kondo – optimal an sich anzupassen.
Und was hat Marie Kondo mit GTD zu tun?
Getting Things Done (GTD) und Magic Cleaning (MC) von Marie Kondo sind sich von den Kernelementen sehr ähnlich:
- alle relevanten Elemente werden geprüft
MC: jedes Objekt einer Art, GTD: jeder Sammelort, z.B. der E-Mail-Posteingang - es wird Ordnung geschaffen
MC: Objekte in der Wohnung, GTD: Gedanken im Kopf bzw. auf Listen - es gibt einen empfohlenen, optimalen Prozess, um Ordnung zu schaffen
MC: entscheiden, bedanken & entsorgen, GTD: sammeln, verarbeiten, organisieren, durchsehen, erledigen - man muss regelmäßig wieder für Ordnung sorgen
MC: je nach Bedarf, GTD: im Wochenüberblick - das Ziel ist die Klarheit und weniger Stress, der durch die Elemente ausgelöst wird
MC: in der Wohnung, GTD: im Kopf
Was im einen Bereich funktioniert, funktioniert auch im anderen!
Kein Wunder, dass sowohl GTD als auch Magic Cleaning Marie Kondo in ihrem Themenfeld so erfolgreich sind – die Vorgehensweise funktioniert eben in beiden gut.
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