Update am 06.01.25: Verständlichkeit verbessert, Korrekturen, Empfehlung allgemeiner gefasst.
Ein Grundgedanken von Getting Things Done ist es, Gedanken nicht unnötig mehrmals zu haben. So handhabe ich auch das häufigste Einsatzfeld der Checkliste oder ToDo-List: die Einkaufsliste. Den minimalen Hirneinsatz scheint dabei Anylist zu ermöglichen. Wobei ich mich über Tipps zu Alternativen in den Kommentaren freue! Anylist gibt es natürlich für Android & iOS.
Anylist: Warum denn nachdenken, was man einkaufen muss?
Ich denke nicht gerne darüber nach, was ich kaufen könnte, vor allem auch, weil ich nicht gut darin bin, an alles zu denken. Daher habe finde ich insbesondere die „Favoriten“-Funktion von Anylist toll: damit habe ich mir eine Liste mit all den Artikeln erstellt, die ich sowieso regelmässig einkaufe. Bevor ich dann einkaufen gehe, scrolle ich jetzt nur noch durch diese Liste, markiere was ich sicher brauche, und bei allem anderen schaue ich kurz nach, ob noch genug davon da ist. Das ist die essentielle Kernfunktion, wegen der ich an Anylist hängen geblieben bin. Jede andere Einkaufsliste mit Favoriten-Funktion kann das natürlich genauso erfüllen – nur habe ich danach keine andere Einkaufslisten-App mehr ausprobiert.
Die Favoritenliste sieht dann so aus:

Die nicht markierten Einträge sind Sachen, die ich manchmal kaufe, aber im Moment nicht brauche. Die Honigmelone ist markiert, da ich sie brauche. Durch die Markierung in der Favoritenliste wird sie automatisch in die tatsächliche Einkaufsliste übernommen, ohne, dass ich etwas machen muss.
Immer, wenn ich zu Beginn der Nutzung dieser App etwas gekauft oder vermisst habe, habe ich einen neuen Eintrag in der Favoritenliste gemacht, um so nach und nach die Vollständigkeit der Liste zu erreichen. Wenn ich also jetzt zum Einkaufen gehe, muss ich nur in den Favoriten markieren, was ich brauche. Gelegentlich füge ich natürlich noch etwas Neues hinzu.
Seltene Einkäufe: das X!
Bei seltenen Einkäufen, wie z.B. Waschmittel, das man nicht bei jedem Einkauf braucht, habe ich ein „x“ vorangestellt, so dass die alphabetische Sortierung sie nach ganz unten in der Liste befördert – so weiß ich, dass ich dort, falls ich schon im Laden stehe beim Prüfen der Liste, tendenziell eher drüberscrollen kann:

Geschäfte in der kostenlosen Anylist-Version abbilden: Kategorien
Die Premiumversion von Anylist enthält die Möglichkeit, allen Artikeln mehrere Charakteristika zuzuweisen:
- Kategorie (z.B. Gemüse, Getränke, …)
- Geschäfte (Aldi, Lidl, Kaufland, Rewe, Edeka,…)
Während ich Kategorien überhaupt nicht für die Art des Artikels nutze, sondern durch Kürzel in den Favoriten abbilde (Gemüse & Obst: vorgestelltes „O&G:“, Tiefkühlregal: „TK:“), ist die Sache mit den Geschäften schon sinnvoll. Viele Dinge bekommt man eben nicht im Discounter, aber im größeren Supermarkt. Oder es gibt einen Artikel, den man besonders mag, zum Beispiel nur bei einem Supermarkt, in den man selten geht. Wie z.B. die Blaubeer-Marmelade bei Ikea.
Die Geschäfte-Eigenschaft in Anylist ist allerdings eine Premium-Funktion. Sparfuchs und Schwabe, der ich bin, nutze ich daher einfach die Kategorien, die eigentlich für Arten von Nahrungsmitteln (z.B. Gemüse) gedacht sind, für die Geschäfte. So bekommt man kostenlos eine nach Discounter bzw. Supermarkt sortierte Liste. Um abzugrenzen, wann man in einen bestimmten Laden muss, habe ich eine eigene Kategorie, „Überall“, für alles, was man sowohl im Discounter als auch in einem „echten“ Supermarkt bekommt.

Coole andere Funktionen
In der kostenlosen Version kann man noch folgende andere schöne Dinge tun:
- Teilen von Listen (inkl. Favoriten) mit anderen
- Hinterlegen von Rezepten: man wählt ein Rezept aus und die Zutaten wandern in der richtigen Menge auf die Einkaufsliste
- Integration von Amazon Alexa bzw. Siri (nur auf dem iPhone)
Update am 06.01.26: die Alexa-Integration funktioniert in Deutschland seit Änderungen bei Amazon 2025 leider nicht mehr. Ebenso gibt es keine Google Assistant Integration mehr.
Nach einiger Zeit bin ich auf die kostenpflichtige Version ($9,99/14,99 pro Person/Haushalt) umgestiegen, auch, um das Produkt zu unterstützen. Die bezahlte Version hat folgenden Vorteile, die ich gut finde:
- Hinzufügen von Bildern zu den Artikeln: Sinnvoll, wenn Mann oder Frau sonst die falsche Marke kauft.
- Hinzufügen von Bildern zu Rezepten
- Einfaches Skalieren von Rezepten
- Webzugang auf die Liste
Oliver says
Bei Google Keep: Wenn ich die ersten Buchstaben tippe, wird mir ein abgehakte Item vorgeschlagen, das passt.
Ohne dass ich vorher Favoriten anlegen muss.
Meist diktiere ich eh.
UND nach 5+ Jahren hab ich endlich die ganze Familie dazu gebracht, direkt in die Liste zu schreiben, wenn was gebraucht wird oder ausgeht 😉
Für Dinge, die in bestimmten Läden besorgt werden sollen (Edeka, dm) gibt es extra Listen, und in der „Dorfliste“ Segmente wie Metzger, Tante Emma, Netto, Arzt/Apotheke