Seit 2023 ist dieses Gadget einer meiner absoluten Lieblinge: die Video- bzw. Bildschirmbrille, mit der man überall ohne großen Aufwand ein großes Display für jeden denkbaren Arbeits- und Freizeitzweck dabei hat! Aktuell arbeite und genieße ich mit der XREAL Air 2 Pro*, die mit 75g nur leicht schwerer ist als eine normale Sonnenbrille (bis 28-45 g).

Warum die Begeisterung?
Als ich meine erste Video- bzw. Bildschirmbrille auf der CES 2023 zum Testen aufgesetzt hatte, war ich direkt begeistert: klein, leicht und flexibel – man kann sie einfach über einen USB C Anschluß an einen PC und viele Smartphones anschließen und schon hat man das Bild in ca. 100 Zoll vor sich. Ein HDMI-Adapter wird zwar nicht mitgeliefert, ist aber problemlos auf Amazon für 30-40 Euro* erhältlich. Die Bügel enthalten dezente, gut ausgerichtete Lautsprecher, so dass man selbst den Ton gut hört, er für einen Nachbarn im Sitz neben einem schon kaum mehr zu hören ist. Die XREAL AIR 2 Pro* (€ 499 inkl. MwSt.) ist noch einmal deutlich leichter als meine erste Brille, kann via Tastendruck durchsichtig gemacht bzw. verdunkelt werden.

Für mich ein sehr positiver Nebeneffekt: mein Gehirn nimmt das Schaukeln des Zuges im Hintergrund erkennt – Schluß mit der Motion Sickness!
Bildschirmbrille: Nutzungsszenarien
Eine Einschränkung bei den günstigeren Modellen muss man kennen: das Bild ist statisch, d.h., es bewegt sich mit dem Kopf mit und bleibt immer an der gleichen Stelle. Bei neueren Modellen wird das ähnlich wie bei VR-Brillen gelöst, führt aber u.a. zu einem höheren Gewicht. Das feststehende Bild hat mich am Anfang etwas irritiert, aber das hat sich schnell gelegt – inzwischen fällt es mir überhaupt nicht mehr auf. Für Fehlsichtige ist es problemlos möglich, angepasste Gläser einzusetzen (ca. € 40 für beide Gläser). Geschickter Nebeneffekt: mit der Brille sehe ich gemäß meiner Weitsicht-Gläser, die ich im Alltag abnehme, um etwas auf meinem Handy nachzuschauen – mit der Brille kann ich einfach unter den Rand schielen, da diese nicht so viel vom Sichtfeld einnimmt, wie eine normale Brille.

Meine typischen Nutzungsszenarien sind wie folgt:
- wenn ich im Zug arbeiten will, da mir sonst schlecht wird, s. Foto oben
- wenn ich vertrauliche Dinge bearbeiten will (viel angenehmer als die Schutzfolien, und sicherer!)
- wenn ich im Hotelzimmer Filme oder Serien in ordentlicher Größe schauen will
- wenn ich Videospiele unterwegs oder daheim mit richtig großem Bildschirm abseits des Fernsehers spielen will, z.B. mit meinem SteamDeck
- wenn ich zuhause Videospiele spielen will, die nicht kindertauglich sind, meine Söhne aber in der Wohnung unterwegs sind
Warum ist das besser als eine Apple Vision Pro oder Meta Quest?
Dank intensivem Marketing und der schier grenzenlosen Treue der Apple-Jünger hat vermutlich jeder, der dies liest schon ein Bild oder Video von jemandem gesehen, der eine Apple Vision Pro unterwegs trägt. Gerüchtehalber soll sie fantastisch für Flüge sein. Die Meta Quest ist der Apple Vision Pro meiner Meinung nach ebenbürtig, allerdings deutlich günstiger, mit Controllern versehen und hat einen entschieden reichhaltigeren Spielekatalog. Mit beiden Geräten kann man auch arbeiten, da man den Arbeitsbildschirm auf die VR-Brillen streamen kann.
Das Hauptproblem dabei ist allerdings, dass beide Brillen groß und sehr schwer sind, insb. im Vergleich zu einer Video- bzw. Bildschirmbrille. Während ich stundenlang mit meiner Video- bzw. Bildschirmbrille arbeiten kann, habe ich von einem der genannten VR Headsets in der Regel nach 30 min genug, weil sie schlicht zu schwer und unbequem sind. Auch die nicht vorhandene periphere Sicht durch das abgeschlossene Headset stört mich. Zum Vergleich: das Sichtfeld der VR-Headsets ist ca. 100° – das ist ungefähr die gleiche Sicht, die man hat, wenn man ein Auge schließt. Will man eines der Headsets dabei haben, hat man ein zusätzliches Täschchen in der Größe von mindestens 4 1l-Tüten Milch dabei. Die XREAL Air 2 Pro* passt in ein Etui, das vielleicht doppelt so groß ist wie ein normales Brillenetui, inkl. Kabel!
*Affiliate Link. Warum?
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