In dieser Folge unseres Podcasts sprechen Moritz und ich darüber, wie Chatbots mit künstlicher Intelligenz wie z.B. ChatGPT, Microsoft Copilot oder Google Gemini Euch helfen können und wo die Grenzen bzw. Beschränkungen liegen.
App Tracking Episode: Transkription der Zusammenfassung
Diese Transcription wurde mit TurboScribe.ai erstellt, dem Lieblings-Transkriptionsservice von Tobias.
[Moritz]
Was ihr auf jeden Fall aus dieser Episode mitnehmen solltet ist, mit Künstliche Intelligenz könnt ihr mittlerweile viel machen, ihr könnt Zeit sparen, ihr könnt kreative Ideen entwickeln, aber bitte verlasst euch nicht komplett darauf, sondern hinterfragt immer auch das, was euch die Künstliche Intelligenz ausspuckt.
[Tobias]
Genau, und ich möchte euch aufrufen, tut euch selber den Gefallen, probiert das aus, beide Tools sind kostenlos. Probiert das aus, denn das ist wirklich etwas, das gerade die Welt verändert.
[Moritz]
Und hierzu vielleicht noch eine Ergänzung, ein Tool, was wir auch verlängern werden, heißt NeuroFlash. Das ist ein Tool, was gerade auch für deutsche Sprache ziemlich gut ist und wo ihr, glaube ich, im Monat auch 20.000 Wörter frei habt. Also das wäre auch noch eine Option, wo ihr mal ausprobieren könnt, was so möglich ist.
[Tobias]
Und damit viel Spaß und bis zur nächsten Folge. Wir freuen uns natürlich auch über Use Cases, die ihr uns schreibt. Und natürlich, bitte teilt uns, erzählt anderen von uns, wenn euch das geholfen hat.
Bewertet uns bevorzugt auf Apple Podcasts, aber auch auf allen anderen Plattformen. Wir freuen uns auf euch für die nächste Folge.
Show Notes
In dieser Episode geht es zum ersten Mal um Künstliche Intelligenz (KI) mit Schwerpunkt auf ChatGPT. Unserer Highlights aus dieser Episode kannst Du mit der kostenlosen App Snipd direkt hören, auf Android & iOS.
Nach knapp 20 min weißt du,
- welche mächtigen KI-Angebote du kostenlos nutzen kannst.
- was du bei der Nutzung von KI beachten und was vermeiden solltest.
- wie dir KI im Alltag und bei der Arbeit hilft.
Hinweise, Artikel und Beiträge
- Unseren Call to Action hörst du ab 18:41
- Die Trainingsdaten von ChatGPT gehen bis Ende 2021. D.h., dass ChatGPT alles, was in der Welt danach passiert ist, nicht weiß.
- Was kann ChatGPT: Texte korrigieren, redigieren, zusammenfassen, übersetzen und programmieren
- ChatGPT (kostenloser OpenAI Account muss genutzt/angelegt werden)
- Bing Chatbot (jetzt Copilot, kostenloser Microsoft Account muss genutzt/angelegt werden)
- Tobias‘ Pecha Kucha Vortrag zum Thema
- Vergleich GPT-3 und GPT-4 in (verwendete Parameter)
- Neuroflash: gute KI zum Schreiben von Deutschen Texten
- Learning Nugget 47: GPT-3: Lass dir von Künstlicher Intelligenz beim Schreiben helfen
- Learning Nugget 52: Mubert: Künstliche Intelligenz komponiert deine Musik
- New York Times: A Conversation With Bing’s Chatbot Left Me Deeply Unsettled, vielzitierter Artikel zum starken Halluzinieren des Bing Bots/Copiloten zu Beginn
- Der Bing Chatbot macht aktuelle Verweise auf Internetquellen und verwendet GPT-4 (kostet sonst bei OpenAI 20$/Monat)
- Man kann nur eine begrenzte Anzahl an Fragen beim Bing Chatbot in Folge stellen (um bedenkliche Antworten nicht provozieren zu können).
- Vorsicht bei Quellenangeben. KI halluziniert, d.h. die Bots geben auch falsche Antworten sehr überzeugend und überzeugt wieder. Es ist gut, wenn man Vorkenntnisse zum jeweiligen Thema besitzt, oder man sollte einen Quercheck machen.
- Hinweise für Lernende und Lehrende: KI darf verwendet werden, sofern man darauf verweist.
Hinweis: die kostenpflichtigen Produkte sind teilweise mit Affiliate-Links hinterlegt, die Dir keinen Nachteil bereiten, uns aber eine Provision bringen.
Transkription des eigentlichen Gesprächs
Diese Transcription wurde mit TurboScribe.ai erstellt, dem Lieblings-Transkriptionsservice von Tobias.
[Tobias]
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Kein Nerd Talk. Und diese Folge ist eigentlich überfällig, denn die Welt hat sich signifikant verändert durch eine kleine nette Sache, ein Chatbot, der ChatGPT heißt. Und aufgrund dieser großen Wendung der Menschheit würde ich fast schon sagen, müssen wir natürlich dazu auch noch einen Podcast machen.
Allerdings ist der Hypetrain fast schon vorbeigezogen. Also so langsam haben wirklich alle Medien auch die BILD wahrscheinlich darüber berichtet und dementsprechend sind wir fast damit schon spät dran. Wobei sowohl der Moritz als auch ich uns natürlich schon eine Weile mit verschiedenen Elementen von AI auseinandergesetzt haben.
Moritz, was ist für dich denn, bevor wir zu ChatGPT kommen, das, was du am spannendsten fandest im Umfeld AI vor ChatGPT?
[Moritz]
Also vielleicht erst mal vorab noch mal zur Episode. Diese Episode soll für uns heute der Startpunkt sein zum Thema KI, künstliche Intelligenz, unser Freund und Helfer. Und ich habe, glaube ich, vor zwei Jahren das erste Mal etwas von GPT 3 gehört, in einem Podcast, der ich gehört habe und dachte, wow, da entwickelt sich etwas.
Drumherum ist aber nicht viel passiert, außerhalb der Nerd-Community. Und dann hat es so langsam begonnen, dass da nach und nach doch etwas durchgesickert ist, auch auf normalen Portalen, sodass ich dann auch schon angefangen habe, zwei Learning Nuggets zu schreiben. Einmal zum Thema GPT 3 und Musik erstellen mit künstlicher Intelligenz.
Und das war so circa vor einem Dreivierteljahr. Und jetzt vor, würde ich sagen, vor drei, vier Monaten ist es richtig abgegangen, sodass es eigentlich in allen Medien präsent war, dass gerade etwas Großes passiert. Und natürlich auch wieder die große Angst durchs Land ging, werden jetzt alle Texte arbeitslos?
[Tobias]
Genau. Und was ich da gerne dazufügen will, vielleicht kennt es nicht jeder, obwohl wir jetzt eine Weile diese Sache hier schon machen. Learning Nuggets sind ein Format, das ich auch von Moritz kennengelernt habe.
Das sind quasi ganz knappe, kompakte Lerneinheiten, die man mal in fünf bis zehn Minuten sich reinziehen kann. Und da hat der Moritz eben sehr, sehr viele auf LinkedIn geschrieben. Manchmal war ich auch der, der es verursacht hat, weil ich ihm irgendwas Cooles empfohlen habe.
Andersrum gab es aber auch mehr als oft genug. Genau, wie machen wir weiter? Ich würde vielleicht einfach mal kurz direkt auf Chat-GPT eingehen.
Was meinst du, Moritz? Sehr gerne. Und also das ist im Endeffekt, hört sich kompliziert an.
GPT, G-P-T, steht für Generative Predictive Transformer, glaube ich. Moritz googelt wahrscheinlich nebenher schon. Und das ist quasi eine künstliche Intelligenz, die darauf trainiert ist, Fragen von Menschen zu verstehen und menschenverständlich zu beantworten.
Und das Spannende daran ist aber die Menge an Daten, die dafür verwendet werden. Ihr kennt die Google-Suche, da gebt ihr irgendein Thema ein und dann kommen da viele Ergebnisse raus. Was Chat-GPT leistet, ist, ihr fragt Chat-GPT eine Frage, so wie ihr sie einem Menschen fragen würdet und Chat-GPT antwortet dann, so wie ein Mensch antworten würde.
Allerdings mit dem Hintergrundwissen des Internets, also so des ganzen Internets bzw. einer zensierten Fassung des Internets. Und das ist auch eine Einschränkung von Chat-GPT.
Da enden die Daten Ende 2021. Das heißt, Chat-GPT kann man nichts fragen, wo sich was geändert hat in dem letzten Jahr bzw. in dem letzten ein Vierteljahr.
Das finde ich schade. Und deswegen benutze ich parallel dazu auch gerne den Bing-Chatbot.
[Moritz]
Hier nochmal kurz reingrätschen. GPT steht für Generative Pre-trained Transformer Modell.
[Tobias]
Knapp daneben. Knapp daneben. Das Pre-trained hatte ich nicht richtig.
Da habe ich Predictive gesagt, oder? Und Transformer war, glaube ich, richtig, oder?
[Moritz]
Ich glaube auch. Also partiell hat es gepasst. Und da gibt es auch eine sehr schöne Grafik, die zeigt GPT-3 neben dem zukünftigen Modell GPT-4.
Und GPT-3, das was wir jetzt alle kennen, wo wir schon alle sehr begeistert sind, was damit möglich ist, ist ein winziges Pünktchen und hat 175 Milliarden Parameter, die halt irgendwann eingefroren sind und wo keine neuen mehr reinkamen. Das neue Modell, was irgendwann kommen wird, nämlich die GPT-4, hat 100 Billionen Parameter, also ein Vielfaches davon. Also wer jetzt schon überrascht war, was alles möglich ist, der wird extrem überrascht sein, was in einem Jahr oder in kurzer Zeit möglich sein wird.
[Tobias]
Wobei ich jetzt auch mal sagen muss, dass hier der Moritz mal ordentlich abgemördert hat, die entsprechende Quelle oder die Grafik hinterlegen wir natürlich auch in den Shownotes, logisch. Warum muss man sich bei Bing registrieren? Das ist oft eine Strategie, die Dienste nutzen, dass sie sagen, okay, melde dich an, setze dich auf den Warteliste und parallel ziehen sie die Serverkapazitäten hoch, also wie viele Nutzern sie den Dienst anbieten können.
Bei Microsoft hat es auch ein bisschen was damit zu tun. Ihr kennt wahrscheinlich Bing als Suchmaschine, habt schon mal davon gehört, sie vermutlich fast nie benutzt, außer bei der Suche nach Chrome als Browser im Microsoft-Browser oder bei der Suche, wie stelle ich denn im Browser Google als die Standardsuche ein. Das ist Microsoft auch bewusst, also die wissen, dass sie da einen sehr, sehr kleinen Marktanteil haben und dementsprechend sind die natürlich hammerfroh, jetzt mal aufmerksam zu bekommen, denn leider, leider, ich bin eigentlich Google-Fan, ist Google da noch hinten dran, hat tatsächlich noch keinen Bot live, nicht mehr im Gespräch mit Wartelisten und da nimmt ihnen tatsächlich Microsoft ein bisschen die Butter vom Brot.
[Moritz]
Hier komme ich nochmal meiner Rolle als Nicht-Nerd nach, also eigentlich schon fast ein Basic, aber ich gehe davon aus, dass der eine oder andere zuhört, dem das nicht ganz klar ist. Wenn wir von Browsern reden, dann ist es das, womit ihr euren Zugang zum Internet habt. Der Standard, mit dem viele begonnen haben, ist der Internet Explorer und der zum Microsoft gehört.
[Tobias]
Viele, die so alt sind, also man muss ein gewisses Alter haben, um den noch miterlebt zu haben. Genau. Ich hoffe, wir haben auch jüngere Hörer.
Hallo an euch Generation Z-ler.
[Moritz]
Genau und den jüngeren, denen ist es halt auch schon eher bekannt, dass es andere Browser gibt, wie Opera, wie Chrome und, und, und. Also mittlerweile gibt es sehr, sehr viele Zugänge und Bing ist eine Suchmaschine von Microsoft und ein Grund wahrscheinlich, weil jetzt auch so ein bisschen mehr Möglichkeiten haben, daraus anzubieten, könnte daran liegen, dass Microsoft, wie auch Elon Musk, einer der Geldgeber von OpenAI sind. Das ist das Unternehmen, was dieses Projekt halt gestartet hat.
Und vorne habe ich euch von einem Bild erzählt, was natürlich schwierig ist, wenn man das Bild nicht sieht. Deswegen werde ich jetzt noch mal ein anderes Bild verwenden, was man auch, glaube ich, beim Hören besser übertragen kann. Wikipedia enthält drei Milliarden Wörter, GPT-3 wurde mit 500 Milliarden Wörtern trainiert, damit ihr so grob einordnen könnt, was das für eine Menge an Wörtern ist.
[Tobias]
Genau, ein paar Basics würde ich auch noch einwerfen. Bevor ihr euch jetzt fragt, was kann das und so weiter, interessieren euch vermutlich die Kosten. Alle Varianten, die wir genannt haben, sind umsonst.
Also ChatGPT muss man sich registrieren, aber es ist kostenfrei aktuell und ebenso ist es auch bei Microsoft, bei dem Bing-Bot. Das Spannende daran ist, dass der Bing-Bot eben Zugriff auf das aktuelle Internet hat. Das heißt, er kann tagesaktuelle Antworten bieten.
Was, habt ihr vielleicht auch in den Medien gelesen, ein bisschen schwierig ist beim Bing-Bot, ist, der ist nicht so sauber abgegrenzt. Also ChatGPT ist wie ein Profi. Ich vergleiche ihn ganz gern mit einem guten Werkstudenten und damit meine ich, den Werkstudent will ich da nicht herabsetzen, sondern ein guter Werkstudent ist Gold wert.
Und diese künstliche Intelligenz liefert eben Antworten, wie ich sie von einem guten Werkstudenten gewohnt bin. Also jemand, der mitdenkt, jemand, der sein Hirn einstellt, jemand, der was ordentlich vorbereitet. So sind in der Regel die Antworten.
Beim Bing-Bot ist es ein bisschen anders. Der ist noch ein bisschen in der Pubertät. Da hat Microsoft relativ viel Persönlichkeit eingebaut, wobei man da auch sagen muss, keine Sorge vor dem Terminator, das ist überhaupt gar keine echte Persönlichkeit.
Das ist lediglich ein Modell, das auf gewisse Dinge, auf gewisse Arten reagiert. Und wenn ich lang genug versuche, Quatsch aus ihm raus zu bekommen, kommt auch Quatsch raus, weshalb Microsoft inzwischen nur noch maximal zehn Fragen erlaubt, damit man eben nicht zu viel Schundluder mit dem Modell anstellen kann. Bei ChatGPT gibt es keine Einschränkung.
Und jetzt lasse ich den Moritz mal wieder was sagen.
[Moritz]
Also erstmal vielen Dank. Ich finde, du hast ein sehr schönes Bild verwendet. Und da kommen wir schon in die Richtung, was kann ChatGPT überhaupt.
Und Dinge, die man damit gut machen kann, ist korrigieren, redigieren, zusammenfassen und übersetzen von Texten. Da ist es wirklich eine ziemlich gute Hilfe. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass ihr auch Programmcode generieren könnt und auch debugging könnt.
Aber hier scheiden sich auch wieder die Geister. In dem Beispiel hat der Tobias ja gerade schon geschildert, dass ihr einen Helfer habt, der schon ganz gut drauf ist, aber der keine Experte ist. Also wenn ihr dann wirklich irgendwo in die Tiefe geht und es ein anspruchsvoller Text wird, der vielleicht wissenschaftlich ist, wo ihr zitieren wollt, wenn ihr einen wirklich anspruchsvollen Code programmieren wollt, dann kann es sein, dass ihr im Stich gelassen werdet und da schon etwas mehr Kenntnisse haben solltet, worüber schreibe ich überhaupt oder was will ich gerade programmieren.
[Tobias]
Genau, und da muss man auch einfach sagen, hat jetzt zum Beispiel Google einfach ein bisschen Pech gehabt. Das kann einem auch für Google leid tun. Die sind eigentlich seit Jahren sehr sehr gut im gesamten Bereich AI, wurden jetzt aber ein bisschen davon überrascht, wie schnell OpenAI das Modell an den Markt gebracht hat und wie gut es funktioniert.
Und dann hat Google versucht eben relativ zeitnah das eigene Produkt hinterher zu bringen, allerdings auch nur im geschlossenen Nutzerkreis. Und da sieht man einen Fehler, der wirklich jedem dieser Modelle passieren kann. Da haben die den Bot blöderweise für die Werbeanzeige irgendwas ausgeflipptes Astronomisches gefragt und, oberraschung, irgendein Astrophysiker oder Mensch, der sich damit halt super auskennt, hat gesagt, boah ne, das stimmt nicht.
Und bei Google hat es zu einem anzunehmenden Sturz der Aktie geführt, weil von Google erwartet man natürlich, dass es super klappt. Das wäre vermutlich ChatGPT, das wäre dem BingBot genauso passiert, nur die haben halt keine Werbung mit ungeschickt gewählten Fragen gemacht. Also je schräger es wird, je spezieller es wird, kann es auch abweichen.
Es kann auch bei allgemeinen Themen vielleicht mal Quatsch erzählen. Und daher auch, Werkstudent, man kann mal was Falschem aufsetzen und es ist besser, man macht so einen leichten Konsistenzcheck, macht das Sinn, was der da schreibt und übernimmt es nicht blind. Sonst finde ich, kann man es für Recherchen definitiv benutzen.
Beide, aber nicht, um dann direkt zu sagen, das glaube ich jetzt, sondern um zu sagen, okay, damit mache ich noch schnell eine Google-Suche und gucke, ob die meisten Links wirklich in die Richtung gehen. Moritz.
[Moritz]
Ja, also das ist ein Thema, wo es halt wirklich schon auch in Medien rauf und runter ging. Erst die große Begeisterung, wir haben jetzt eine KI, die für uns die Texte alle perfekt schreibt, dann kam ein bisschen die Ernüchterung, bis hin zu einem Spiegelartikel mit der Überschrift Chat GPD ist dumm und halluziniert wissenschaftliche Quellen und das zeigt einfach nur die Grenzen auf. Dass wir einfach sagen müssen, wir haben einen Helfer, aber wir sollten doch schon auch eine gewisse Kenntnis von der Thematik haben, mit der wir uns auseinandersetzen und auch Sachen hinterfragen können.
Und Leute, die in der Vergangenheit schon mit Sprachtools gearbeitet haben, wie DeepL oder vielleicht auch das Sprachübersetzungstool von Google, die werden das auch wissen. Dass es gut ist, wenn man selber auch Englisch spricht, um nochmal einen Check zu machen, passt das, was er mir rausgeworfen hat. Und das ist hier genauso.
Deswegen, ich bin der Meinung, man kann es sehr gut nutzen, um kreative Ideen zu provozieren oder auch ein Schreibplakat zu überwinden. Wenn es manchmal mal hängt und dann kann man dem Chat GPD eine Frage stellen oder bitten, eine Gliederung zu erstellen und dann kriegt man etwas, womit man vielleicht weiterarbeiten kann. Also dafür finde ich es super, aber jetzt einfach nur zu sagen, ich schreibe meine Abschlussarbeit nicht mehr, sondern lasse sie von der KI schreiben, das wäre ein ziemlich großer Fehler.
Denn dann werden Texte geschrieben, die sich gut anhören, mit Quellen, die auf den ersten Blick richtig aussehen, wo man dann aber feststellt bei genauerer Kontrolle, die Quelle passt überhaupt nicht. Deswegen, hier sollte man echt noch vorsichtig sein und auf jeden Fall einen doppelten Check machen.
[Tobias]
Genau und da muss ich natürlich jetzt einsteigen, da kommt der nerdige Anteil. Der Moritz hat das Thema Halluzinieren genannt. Halluzinieren heißt es, wenn eine künstliche Intelligenz anfängt, Sachen zu erzählen, die nicht in der Realität sind, die teilweise auch jenseits dessen sind, was die Funktion ist.
Die Funktion dieser Bots ist natürlich uns zu helfen, eine Google-Suche zu ersetzen und bei vielen Dingen einfach unter die Arme zu greifen. Und wenn man es aber wirklich wild treibt, dann kriegt man es, hat ein New York Times Reporter geschafft, dann kriegt man den Bing-Bot dazu, dass er einem sagt, ich liebe dich, trenne dich von deiner Frau, die liebt dich nicht so sehr wie ich. Das geht und das kann passieren, aber eben nur, wenn man es wirklich, wirklich wild drauf anlegt.
Deswegen eben beim Bing-Bot wurde die Option reduziert, wie oft man nachfragen kann. Der hat halt stundenlang auf das Ding reingeschrieben und, das ist vielleicht ein spannendes Element, das wir noch nicht erzählt haben, beide Bots benutzen die Historie mit. Also wenn du sie was fragst und sagst danach, oh, das habe ich anders gemeint, entschuldigt sich der Bot und sagt, ja Moment, ja klar, na dann nehmen wir die Abzweigung und dann gehe ich da genauer drauf ein.
Und ich habe zum Spaß nebenher, einfach damit wir auch ein bisschen echtes Bot-Wissen einbauen, mal JettGPT gefragt, ob er mir einen schönen Satz schreiben kann, den ich in diesem Podcast wiedergeben kann. Und JettGPT schreibt, wenn es um Wissen und Weisheit geht, ist JettGPT ein treuer Begleiter und eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Beide Bots kostenlos und auf Deutsch und Englisch natürlich.
Also in vielen Sprachen, aber insbesondere natürlich Englisch, aber auch Deutsch.
[Moritz]
Für den Fall, dass wir jetzt auch ein paar Hochschullehrer, Lehrer, Studenten oder Schüler dabei haben, möchte ich auch noch ein bisschen was ergänzen, was vielleicht für den einen oder anderen spannend ist. Als es gerade losging mit der künstlichen Intelligenz beim Schreiben, kam die Frage auf, wenn ich jetzt einen Text generiere von der KI, muss ich die KI eigentlich als Urheber mit angeben? Und da gibt es mittlerweile auch Feststellungen oder beziehungsweise Festlegungen, wo gesagt wird, was muss man, was muss man nicht.
Und eine Software kann im Sinne des Gesetzes sozusagen nicht als Urheber genannt werden. Wenn du ein Tool nutzt, wie GPT-3, dann ist es immer noch das Wissen, was du erschaffen hast. Du bist der Urheber, allerdings musst du angeben, dass du dieses Tool verwendet hast.
Das ist wichtig, wenn du es nicht machst, könnte es als Täuschungsversuch durchgehen. Also ein Hilfsmittel, was dir wirklich hilft, was dir unterstützt, aber bitte verweise darauf, dass du es genommen hast. Und das Gleiche geht auch in Richtung von Lehrern oder Hochschullehrern.
Die können auch beim Korrigieren der Arbeit Hilfsmittel verwenden, aber sollten jedes Mal auch nochmal gegenchecken, ob das soweit auch passt. Also sich nicht blind darauf verlassen.
[Tobias]
Ich versuche nebenher die gleiche Antwort aus Bing rauszukitzeln. Das war schon mal schwieriger. Wir sollen von vorne anfangen.
Bing ist auch ein bisschen angefasst manchmal. Also ich habe kürzlich die Frage gestellt, Bing, sag mir mal Sachen, die ich mit meinem Zweijährigen machen kann, damit er müde wird abends. Und dann hat Bing geantwortet, viele sinnvolle Dinge, aber eben auch, ja und mach doch was mit Instrumenten.
Und dann habe ich zurückgeschrieben, wie ich bei einem Menschen auch schreiben würde, das ist jetzt dein Ernst, Instrumente abends, wenn das Kind schlafen soll. Und dann kam zurück, ich möchte diese Konversation nicht weiterführen. Also der Bing-Bot ist da auch nicht so entspannt, wenn man ihn in Frage stellt.
Und das fand ich ganz spannend.
[Moritz]
Und da wir jetzt relativ viel schon über das Thema Texten und Schreiben mit KI gesprochen haben, möchte ich zumindest nochmal einen Ausblick geben, was es an anderen Tools schon gibt, die ihr nutzen könnt, die auch auf KI zurückgreifen. Und das glaube ich schon meistgenutzte sind Übersetzungstools, wie beispielsweise DeepL, die mittlerweile auch schon echt gut funktionieren. Aber es gibt auch Tools, wo ihr eigene Musik komponieren könnt, wo ihr eigene Kunst erstellen könnt, wo ihr eigene Logos entwickeln könnt, wo ihr eure Stimme verändern könnt, wo ihr Storys entwickeln könnt.
Also da gibt es schon eine ganze Menge und es wird immer mehr werden. Also da würde ich euch auch einladen, ein paar Dinge mal auszuprobieren. Und wenn ihr hier Impulse kriegen wollt, werde ich im Text auch noch Learning Nuggets verlinken, wo ich einmal zeige, wie man auch mit einem anderen Sprachtool Text erstellen kann und wie man Musik erstellt.
Die Musik, die ich zum Beispiel verwendet habe, um die Einleitung für meine Learning Nuggets zu machen.
[Tobias]
Nicht die vom Podcast, die haben wir tatsächlich gekauft. Und bevor wir jetzt in die Zusammenfassung gehen und den Lightsaber hören, noch kurz der Satz, den mir Bing geliefert hat. Ich finde ihn nicht so gut wie bei ChatGPT, aber Urteil selber.
Bing ist nicht nur eine Suchmaschine, sondern auch ein unterhaltsamer und informativer Chatpartner, der mir hilft, die Welt zu entdecken und zu verstehen. Ah ja. Gut, also Lightsaber ab.


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