Dateisuche macht keinen Spaß. Aber jeder von uns kennt das: man weiß genau, dass man eine Datei irgendwo gespeichert hat, aber man findet sie einfach nicht, egal wo man schaut. Wahrscheinlich, weil wir in der Hitze des Gefechts nicht darauf geachtet haben, welchen Dateipfad das Programm beim ersten Speichern vorgeschlagen hat. Ich finde an komischen Systemorten, die ich nicht nutze, immer wieder Dateien. Seit einigen Jahren kostet mich diese Suche aber nicht mehr viel Zeit, denn ich nutze zur Dateisuche Everything. Und das Beste: Everything ist Freeware, also kostenlos. Zum Anlaß dieses Kapitels habe ich aber gespendet.
Disclaimer: leider nicht im Konzern
Während ich viele Open Source Softwarepakete, die ich täglich nutze, auch in Konzern-Programmkatalogen wiederfinde, wie z.B. KeePass, ist das bei Everything nicht der Fall. Everything erfordert Administratorrechte um voll funktionsfähig zu sein, vielleicht ist das der Grund.
Was ist Everything? Dateisuche in schnell!
Everything ist eine Software zur Dateisuche für den eigenen Windows-Computer. Meiner Erfahrung nach ist die Windows-Suche auch 2024 noch ziemlich langsam, insbesondere, wenn man die ganze Festplatte durchsucht. Im Gegensatz dazu ist Everything blitzschnell, weil es alle Dateien sehr schnell indiziert, d.h., es erstellt einen Katalog der Dateinamen. Irritierenderweise kann Everything das schneller als Microsoft.
Mit den Standardeinstellungen erzeugt Everything mit jedem Start ein Verzeichnis aller Dateinamen im System, was einen Moment dauert. Danach ist die Dateisuche aber während der gesamten Laufzeit des Programms so schnell, dass bereits beim Eintippen des Suchbegriffs Dateien angezeigt werden, die zu den bisher eingegebenen Daten passen. Als ich mich einmal eingelesen habe, habe ich den Eindruck bekommen, dass Everything Tricks beim Lesen der Dateien nutzt, die eigentlich Hacks sind – solange ich damit schneller finde, soll mir das recht sein. Gleichzeitig erklärt es aber, warum die Windows Suche langsamer ist, denn die hält sich vermutlich an die dokumentierten Funktionen und Regeln.
Der Dateiname ist der Schlüssel
Everything führt die Dateisuche nur basierend auf dem Dateinamen, daher hilft es, ihn möglichst passend zum konkreten Inhalt zu wählen. Meine persönliche Praxis und Empfehlung ist, das Datum vorne anzuhängen und dann einen eindeutigen Namen zu verwenden, der mir sicher wieder einfällt, wenn ich die Datei suche. Manchmal nehme ich daher redundante Begriffe in den Dateinamen, wie z.B. „Postbank Konto Brief“ statt „Postbank Brief“. Für das Datum empfehle ich, sich an den ISO 8601 Standard zu halten, also YYYY-MM-DD (4 Stellen Year/Jahr, 2 Stellen Monat, 2 Stellen Tag), d.h. für den 01.07.2017 würde man „2017-07-01“ wählen. Diese Notation hat den Vorteil, dass alphabetisch sortierte Dateien automatisch auch nach Jahr, Monat und Tag sortiert sind. Ein Brief an die Postbank bzgl. meines Kontos, den ich am 01.07.2017 verschickt habe, würde also zum Beispiel den Dateinamen „2017-07-01 Postbank Konto Brief.doc“ haben. So finde ich den Brief mit dem Suchbegriff „Postbank .doc“

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