Wenn man die diversen Sicherheitsempfehlungen beachtet, die hier im Blog unter der Kategorie Datenschutz zu lesen sind, dann liegt es nahe, KeePass 2 und addy.io kombiniert anzuwenden.
Neu im Thema persönlicher Datenschutz? Dann lohnt es sich wahrscheinlich, mal in meinen Podcast mit Moritz Meißner reinzuhören, wo wir viele dieser und weiterer Themen behandeln.
Anonaddy: eine eigene E-Mail für jeden Dienst
Zur Erinnerung: der Vorteil von addy.io ist, dass man sich dadurch weniger hackbar macht, dass man eine eigene E-Mail-Adresse für jeden Dienst anlegt. Wird der Dienst gehackt, kann man mit der Kombination von Benutzername + Passwort keinen Schaden anrichten, weil diese bei keinem anderen Dienst genutzt wird. Wenn man den Benutzernamen und das Passwort dropbox@blog.addy.io erbeutet, kann man damit wenig anfangen, wenn der Benutzername des zugehörigen Paypal accounts z.B. paypal@blog.addy.io ist, selbst wenn das Passwort das gleiche wäre und keine 2-Faktor-Authentifizierung aktiviert wäre. Da muss jemand schon anfangen zu denken und nicht automatisch Kombinationen ausprobieren, und wenn man Hacker zum Denken bringt, ist man meist schon außerhalb der Zielgruppe.

Weniger Tippen in KeePass 2
Wenn man so mit der Erzeugung der Benutzernamen umgeht wie im letzten Abschnitt beschrieben, dann würde man normalerweise sehr oft den Text „<Platzhalter>.addy.io“ schreiben. Eine Möglichkeit, das zu vereinfachen, wäre es, Textersetzungs-Software zu benutzen. In diesem speziellen Fall geht es aber noch einfacher: man kann in KeePass 2 eine Vorlage für den Benutzernamen hinterlegen, und zwar in den Einstelllungen, die unter File -> Database Settings versteckt sind:
Der Begriff, den man im Feld „Default user name for new entries“ eingibt, wird nach dem Speichern bei jedem neu angelegten Eintrag vorausgefüllt. In Kombination mit addy.io bietet es sich an, hier das Standardkürzel Text „<Platzhalter>.addy.io“ einzutragen. Und schwupps: ab jetzt muss man nur noch den Dienstnamen eingeben.

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